Neujahrsempfang 2017 im RV „Weser“ Hameln

Der Ruderverein „Weser“ v. 1885 e.V. Hameln hat am letzten Sonntag das neue Ruder­jahr mit seinem tradi­tio­nel­len Neu­jahrs­empfang vor 135 geladenen Gästen ein­ge­läutet. Diese Veranstaltung wurde von Mitgliedern der Swinging College Big Band des Viktoria Luise Gymnasiums musikalisch begleitet.  Zunächst begrüßten der 1. Vorsitzende Dr. Peter Dennis und der 2. Vorsitzende Frank Höltje die Vertreter der Hamelner Politik. Allen voran, die Herren Vietz (MDB),  Deppmeyer und Watermann als Mitglieder des Landtags und unseren Oberbürgermeister Herr Claudio Griese mit Gattin, sowie Ratsmitgliedern  der im Rat der Stadt Hameln vertretenden Parteien. Auch Vertreter der Hamelner Finanzwelt, die Herren Stöcker und Hahne von der Sparkasse Hameln-Weserbergland waren anwesend.  Ebenso Herr Friedrich Wilhelm Kaup als langjährigen Vorstandsvorsitzenden dieses Instituts, das nicht nur die überregionalen Starts unseres Sparkassen-Hameln-Weserbergland-Achter`s in der 2. Ruderbundesliga förderte, sondern auch die Jugend- und Kinderausbildung im Rudersport unseres Verein maßgeblich unterstützte. Diese Unterstützung und das leidenschaftliche Engagement galt es besonders zu würdigen. Als Dank wurde Herrn Kaup vom Vorstand des Vereins und dem Teamkapitän des Bundesliga-Achter`s Lars Adomat ein Gutschein für einen Besuch der Ruderbundesliga, mit einem Startort seiner Wahl  und kompetenter Betreuung, überreicht.   

Auch Vertreter befreundeter, ebenfalls an der Weser gelegene Vereine, wie dem RV Bodenwerder, dem RCGH und dem Motorbootclub gehörten zu den Gästen und wurden besonders begrüßt. Mit Hans-Jörg Sehrbrock konnte der  „Vorsitzende Sport“ des Landesruderverbandes ebenfalls willkommen geheißen werden. Mit seiner Teilnahme und einem  kurzen Wortbeitrag wurde die Bedeutung des RV „Weser“ Hameln, als Landesstützpunkt im  Rudern unterstrichen. Die Ehrenmitglieder des Vereins Helmut Griep, langjähriger Vorsitzender des Vereins, und Bernd Kerkhoff in seiner sportlichen Laufbahn Eichkranzsieger und Weltmeister, konnten ebenfalls unter den Anwesenden ausgemacht werden.

Sowohl die Grußworte von Michael Vietz und OB Claudio Griese würdigten die sportliche Leistung und soziale Verantwortung des Vereins innerhalb der Region, die ohne ehrenamtliche Aufgabenteilung in allen Bereichen nicht zu bewältigen wäre.

Mit besonderer Freude wurde Frau Maria Bergmann als neue Vorsitzende  des Kreissportbundes, bereits als stellvertretende Direktorin des Victoria Luise Gymnasiums in den Schulrudersport involviert, begrüßt. Maria Bergmann stellte den RV Weser Hameln als Modellprojekt für die Förderung von Randsportarten vor,  bei dem Manpower, Ehrenamt, stimmige Rahmenbedingungen, die sportliche Betätigung, Freundschaft und Kameradschaft im  Vordergrund stehen. Dies möchte sie im stärkeren Maße, mit nachhaltiger Unterstützung mit dem von der Stadt Hameln propagierten Sportentwicklungsprogramm für Randsportarten vorantreiben. In seinem Rückblick streifte Dr. Peter Dennis die Geschehnisse des letzten Jahres. Mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, den verheerenden Bombenanschlägen in Paris und Brüssel, dem Amoklauf in München und den Anschlägen in Nizza und in Berlin,- die Welt ist in Aufruhr und steht vor erheblichen Veränderungen. Sportlich gab es mit dem Gewinn der Handball EM und dem Aufstieg Angelique Kerbers zur Nummer eins der Tenniswelt besondere Highlights – nicht zu vergessen die Siege der beiden deutschen Doppelvierer auf der Olympiade in Rio.

Wie hat sich der Ruderverein Weser v. 1885 e.V. dagegen nun im letzten Jahr entwickelt? Die Zahl der Mitglieder ist  mit 460 Personen nahezu konstant geblieben und auch die sportliche Leistung steht gegenüber dem Vorjahr kaum zurück. So wurde mit 120.ooo geruderten Kilometern der Erdball nahezu   3x umrundet. Dabei hatten die Wanderfahrten auf deutschen Gewässern mit 25.000 Kilometern einen großen Anteil. Den Großteil der absolvierten Fahrtenkilometer macht, wie soll es auch anders sein, der Leistungs- und Breitensport aus. Nicht nur dem demographischen Wandel geschuldet wird auf Vorstandsebene an einem Konzept „Perspektive 2020“  gearbeitet, um den Verein zukunftsfähig für kommende Generationen aufzustellen. Besonders vor dem Hintergrund der erforderlichen ehrenamtlichen Mitarbeit unserer Mitglieder, ohne die diese Leistungen im Verein nicht zu erbringen sind.

Damit wurde übergeleitet zur Ehrung von Heinrich Semke, Mitglied im Verein seit 1951, Bootswart im Verein seit mehr als30 Jahren. Zunächst als Rennruderer aktiv, hatte er bald aus Studien-und Berufsgründen Hameln den Rücken gekehrt, ohne den Verein aus den Augen zu verlieren. Mit seiner Rückkehr begannen seine „Aktivitäten“ im Verein mit der Ausübung des ehrenamtlichen Bootswartes, verantwortlich für Reparaturen und Instandsetzungen des Bootsmaterials. Unterstützt wurde er von gleichgesinnten, freundschaftlich verbundenen Ruderkameraden bei der Umsetzung seiner Aufgaben. Heinrich Semke zeichnete sich für innovative techn. – auch bedingt durch seine Ingenieurstätigkeit –  Ideen aus. Quasi ein bisschen Daniel Düsentrieb in unserem Verein. Sein Einsatz  im Werkstattbetrieb, zusammen  mit seinen Kameraden, ist ein gutes Beispiel für Ehren-amtlichkeit in einem Verein, wie dem RV Weser Hameln. Mit einem geleistetem Aufwand von ca. 600 Jahresstunden ist das mit einer Kosteneinsparung von niedrig gerechnet ca. 20.000 € vergleichbar, und damit in etwa mit den Anschaffungskosten eines neuen Bootes.

Für diese ehrenamtliche, nicht als selbstverständlich anzusehendes Engagement  im Verein, wurde Heinrich Semke die  Ehrenmitgliedschaft vom Vorstand  unter dem Applaus aller Gäste verliehen.

Vor dem kulinarischem Genuss, einem ausgiebigem Mittagsbuffet für die Anwesenden, berichteten Dirk Schünemann (2. Vorsitzender Sport) und Trainer Sebastian Stolte über die vergangene Saison, die leider nicht ganz den Erwartungen entsprechend verlief. Krankheitsbedingt musste so zu Beginn der Saison der Ausfall hoffnungsvoller Leistungsträger (Maximilian Gümpel, Niklas Hölscher und Joelle Edler) verkraftet werden.

Dennoch im Ergebnis entwickelte sich die Saison wie eine kontinuierlich ansteigende Gerade, die Ihren Höhepunkt auf der Norddeutschen Meisterschaft mit einem Titel durch Kaya Treder und mit 7 ersten Plätzen bei den Niedersächsischen Landesmeisterschaften in Wolfsburg hatte. Mit guten weiteren Podiumsplätzen bei den deutschen Sprintmeisterschaften in Krefeld, von den jeder Teilnehmer eine Medaille  nach Hause brachte, endete die Saison 2017. Positiv hervorgehoben wurde von Trainer Sebastian Stolte aber auch die Gruppendynamik, der Teamgeist und die persönliche Entwicklung aller Jugendlichen im ersten  Jahr seiner Trainertätigkeit. Man darf gespannt sein auf die diesjährigen Ergebnisse. Abschließend stellten sich alle anwesenden Trainingsruderinnen und Ruderer einem Gruppenfoto.

Der offizielle Teil wurde traditionell mit einem 3fach kräftigem „Hipp, „Hipp, Hurra“ auf den Deutschen Rudersport, der Ruderverein Weser Hameln und alle Freunde und Förderer, die diesen Verein unterstützen, beendet.