Elbewanderfahrt 2015 – ein Bericht von Ute Freitag

Vom 24. bis 31. Juli wurde die von Helmut Griep und Martin Garbe hervorragend organisierte Sommerwanderfahrt des RV Weser durchgeführt, an der insgesamt 21 Ruderinnen und Ruderer teilnahmen, darunter auch mit Uwe Hölscher, ein Gast des RV Bodenwerder.

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Die Mannschaft ruderte insgesamt 290 Kilometer in acht Tagesetappen. Die wunderschöne Fahrt auf der Elbe führte die Teilnehmer/innen von Aken über Magdeburg, Tangermünde und Wittenberge bis nach Bleckede.
Zunächst bescherte eine Hochdrucklage der Mannschaft Sonne, strahlend blauen Himmel und angenehme Temperaturen. Das änderte sich dann allerdings und die letzten Tage waren ziemlich windig, teilweise regnerisch und auch ziemlich kühl, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat.
Die besonderen Höhepunkte der Fahrt waren die malerische Landschaft entlang der Elbe, der Besuch der Städte Magdeburg und Tangermünde sowie die schönen Abende, an denen gemeinschaftlich gekocht und gespeist wurde.
Fazit: Es war wieder einmal eine herrliche Zeit! Abschließend sei ganz besonders Helmut und Martin für Planung, Organisation und Leitung dieser wunderbaren Tour gedankt!Es war super und wir freuen uns schon auf die Sommer-Wanderfahrt 2016, wo auch immer sie uns hinführen wird!

Elbewanderfahrt 2015 – ein Reisebericht
Unsere diesjährige Sommerwanderfahrt auf der Elbe, die uns vom 24. bis 31. Juli von Aken bis Bleckede führte, begann eigentlich schon am Abend des 23. Juli, wo sich fast alle 21 Teilnehmer/innen zum Verladen der Boote und der Kochutensilien einfanden. Gut gelaunt wurden drei Vierer- und ein Zweier-Boot nebst allem, was so dazugehört, auf den Hänger geladen und so konnten wir am
Freitag, 24. Juli 2015 – Aken Schönebeck 34km
Gleich am Morgen wurde um 8 Uhr durchgestartet. Mit zwei Kleinbussen und einem PKW ging es los in Richtung Aken, das wir um die Mittagszeit erreichten.
Nach dem Abladen der Boote und einem kurzen Mittagssnack begann die erste Etappe, die uns über 34 km nach Schönebeck führte. Das sonnige Wetter und die zahlreichen Buhnen wurden von einigen Teilnehmern gleich zu einem ersten Badestopp genutzt- wehe wenn sie losgelassen!

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Nach der kurzen Erfrischung ging es dann weiter und am frühen Abend erreichten wir Schönebeck. Für das Abendessen auf der Terrasse das Bootshauses, in dem ein Teil der Mannschaft übernachtete, wurde der Grill angeworfen und zur Bratwurst wurde selbstgemachter Kartoffelsalat gereicht.
Samstag, 25. Juli 2015 – Schönebeck-Magdeburg-Rogätz 34 km
Nach einem guten Frühstück ging es bei zunächst noch sonnigen Temperaturen weiter elbeabwärts. Gegen Mittag wurde es dann aber zusehends windiger und dieser Wind sollte uns für den Rest der Wanderfahrt, mal mehr, mal weniger heftig, begleiten. Hieß es noch vor Beginn der Tour, dass die bis zu 50 Kilometer langen Tagesetappen ganz leicht zu bewältigen wären – es ginge ja quasi bergab, also Rudern mit dem Strom – war die versprochene Strömung bei Wellengang und kräftigem Gegenwind jedoch komplett aufgehoben und wir mussten alles geben!
Am Abend hatten wir noch Gelegenheit, uns den Magdeburger Dom zumindest vonaußen anzusehen und Helmut Griep erzählte uns noch die interessante Geschichte, die sich hinter dem Dombau verbirgt.

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Nach einem kurzen Abstecher zum Magdeburger Domfelsen ließen wir den Abend gemeinschaftlich ausklingen.
Sonntag, 26. Juli 2015 – Rogätz-Tangermünde 38 km
Pünktlich wie die Maurer machen wir uns um 9.30 Uhr Uhr auf den Weg zur Arbeit, in unserem Fall hieß das zum Ruderclub Alt-Werder Magdeburg, wo die Bootsmannschaften von Keno Garbe, wie jeden Tag, bunt durcheinandergewürfelt wurden, damit sich keine Gruppen in der Gruppe herausbildeten und jeder mal mit jedem rudern konnte.
So erreichten wir leicht und locker die wunderschöne Stadt Tangermünde, wo uns abends in der Stephanskirche ein von Helmut Griep organisiertes halbstündiges Orgel-konzert erwartete.

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Die barocke Kirchenorgel gilt unter Kennern als Besonderheit und der Organist ließ es sich nicht nehmen, uns die Geschichte seines Instruments näherzubringen. Anschließend durften wir den herrlichen Klängen lauschen.
Montag, 27. Juli 2015 – Tangermünde – Havelberg 38 km
Gegen 10 Uhr wurden die Boote zu Wasser gelassen und los ging es in Richtung Havelberg. Die nicht allzu lange Etappe wurde nur dadurch erschwert, dass der Wind uns ziemlich zusetzte und wir teilweise das Gefühl hatten, auf hoher See zu sein. Zur Belohnung wartete dann am Abend ein weiteres Highlight auf uns: Helmut Griep hatte zur Weinprobe geladen.

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Sieben verschiedene Moselweine standen zur Verkostung und anschließenden Beurteilung bereit. Dazu erzählte uns Helmut viel Wissenswertes rund um die dargereichten Sorten. Ein sehr kurzweiliger Abend, der alle begeisterte.
Dienstag, 28. Juli 2015 – Havelberg-Wittenberge 37 km
Im Vereinsheim des Wassersportvereins Wittenberge, in dem unsere Jugendlichen übernachteten, konnten sich alle mal ein ganz plastisches Bild davon machen, wie es früher in der DDR so war: Am Vereinsheim wurde seitdem kaum etwas verändert, was aber auch seinen ganz besonderen Charme hatte, der von uns durchaus geschätzt wurde. Martin verwöhnte uns abends mit selbstgekochtem Putengeschnetzelten und die wie leer gefegten Teller und Töpfe zeigten ihm ganz deutlich, dass er den Geschmack voll und ganz getroffen hatte.
Mittwoch, 29. Juli 2015 – Wittenberge-Dömitz 50 km
Als Ruderanfängerin durfte ich an diesem Tage mal erfahren, was es heißt, den Witterungen komplett ausgesetzt zu sein. Nachdem ich die erste Etappe von 33 km gerudert war, wollte ich es mir am Steuer so richtig gemütlich machen – doch dazu sollte es nicht kommen: Nach kurzer Zeit kam zum heftigen Wind noch Regen und Hagel hinzu. Zweimal mussten wir in einer Bune Zuflucht suchen, bevor wir unser Ziel durchnässt und durchgefroren erreichten – Gemütlichkeit und Hochsommer sehen irgendwie anders aus. Aber schön war es trotzdem!
Donnerstag, 30. Juli – Dömitz – Hitzacker ca. 30 km
Die circa Angabe bezieht sich darauf, dass wir eigentlich bis Bleckede rudern wollten – das wären 44 km gewesen. In Hitzacker angekommen waren wir aber der Ansicht, dass wir mal eine etwas längere Pause verdient hätten und erkundeten (Planänderung!!) den schönen Ort. Jeder auf seine Weise. Dabei sollen einige Ruderkameraden beim Verzehr von Sahnetorte und Milchkaffee gesehen worden sein – wer das war wird natürlich nicht verraten!!!
Freitag, 31. Juli – Hitzacker – Bleckede ca. 20 km
Auf zur Schlussetappe! Eine gewisse Müdigkeit war nicht mehr von der Hand zu weisen, zumindest bei mir Anfängerin. Aber das heißt nicht, dass wir nicht auch auf der letzten Etappe unseren Spaß hatten. Gegen Mittag waren die 20 km gerudert und nun wurden die Boote verladen und es ging wieder zurück nach Hameln.

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Damit ging auch eine herrliche Woche zu Ende, die viele Höhepunkte hatte. Dabei wollen wir nicht vergessen zu erwähnen, dass Martin Garbe während der Fahrt den Äquatorpreis erfüllt hat (40.077 Kilometer über nachgewiesene Fahrtenabzeichen).

Weitere Bilder auch unter Bilder 2015 auf unserer Webseite!