Ergebnis DJM: Starker Auftritt im B-Finale

Auf der Olympia-Regattastrecke München in Oberschleißheim fanden vom 22.6. bis heute die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften statt.

Yassin Legien startete im Einer der leichten Junioren B über 1.500 Meter in einem Feld aus insgesamt 30 Teilnehmern der Jahrgänge 2001 und 2002. Nach den guten Ergebnissen der internationalen Regatten in Köln und Hamburg stand als Ziel die A-Finalteilnahme. Leider konnte Yassin seine Leistung im gestrigen Halbfinale nicht abrufen und musste sich mit dem B-Finale und dem insgesamt 8. Platz zufrieden geben.

Einige Impressionen aus München >>

Landesentscheid der Jungen und Mädchen

Auf dem Maschsee in Hannover hat am Wochenende 10./11.6. der niedersächsische Landesentscheid der Kinder stattgefunden. Der RVW war mit 4 Aktiven (Elisabeth Borgens, Celine Haufe, Lotta Schaper und Christoph Barth) der Jahrgänge 2003 und 2004 begleitet von den Betreuerinnen Kristina Lorenz und Katharina Stegen am Start.

Am Samstag fanden die Langstrecken-Rennen über 3.000 Meter statt, wobei am Nordufer eine halbe Wende zu bewältigen war. Sonntag wurden die Sieger über die 1.000 Meter ausgefahren.  

Elisabeth Borgens hatte während ihrer Einer-Rennen mit muskulären Problemen im Arm zu kämpfen und konnte daher nicht ihre Leistung abrufen. Celine Haufe und Lotta Schaper waren an beiden Tagen im Doppelzweier unterwegs und Christoph Barth im Einer. Das gute Wetter und die bewährte Organisation durch den Hannoverschen Schüler-Regattaverband trugen zu einer insgesamt guten Stimmung bei. Obwohl es die Nachwuchssportler in ihren jeweiligen Rennen nicht auf den Ersten Platz schafften, gelang Christoph Barth die Qualifikation für den Bundeswettbewerb vom 30.6.-2.7. in Brandenburg.

Siege in Hamburg und Gießen

In Hamburg auf der Regattastrecke in Allermöhe waren Yassin Legien, Julia Klemm, Mia Brocks, Merle Pons sowie die beiden „schweren“ A-Junioren Jonathan Schlösser und Nick Armgardt am Start. Yassin verzichtete dabei auf einen Start im Projekt-Achter und konzentrierte sich voll auf den Einer-Wettbewerb der leichten B-Junioren über 1.500 Meter. Im mit 44 Startern besetzten Feld wurde er am Samstag in den stärksten von 6 Läufen gesetzt, in dem er Zweiter wurde. Obwohl er damit die insgesamt zweitbeste Zeit aller Teilnehmer ruderte, musste er sich am Sonntag mit einem Startplatz im 2. Lauf begnügen, da alle Erstplatzierten in den ersten Lauf gesetzt wurden. Yassin gewann seinen Lauf souverän und konnte sich mit seiner Zeit erneut unter den sechs besten Teilnehmern einordnen. Nun geht es in die Vorbereitung der Deutschen Jugendmeisterschaften, die Ende Juni in München stattfinden. Dort wird Yassin im leichten B-Junioren-Einer starten und als Ersatzmann für den Achter zur Verfügung stehen.

In Hamburg war nicht nur die nationale Konkurrenz vertreten sondern auch Nachwuchsruderer aus den deutschen Nachbarstaaten wie Frankreich und Dänemark, die die Regatta ebenfalls als Standortbestimmung für die folgenden nationalen Titelkämpfe nutzten. Der in Köln gewonnene Eindruck, dass sich die Leitungsdichte in der Spitze verstärkt, wurde hier noch einmal bestätigt.

In Gießen fand parallel die 105. Pfingstregatta statt. In diesem Jahr mit einem Meldeerfolg von 2.100 Sportlern aus 90 Vereinen in 1.100 Booten aller Altersklassen. Der RVW war mit insgesamt 14 Sportlern und Sportlerinnen vertreten.

Auf der gestauten Lahn konnte Joél Maragos zwei Siege im leichten Einer und im neu gebildeten B-Junioren-Doppelvierer mit Theo Nissel, Michel Kiehne, Eric Edler sowie Jonas Schleumer an den Steuerseilen für sich verbuchen. Am Sonntag musste sich der Vierer den tags zuvor besiegten Junioren aus Eltville um 69 Hundertstel geschlagen geben. Darüber hinaus freuten sich über Siege in Einern und Dopelzweiern ihrer jeweiligen Altersklassen Elisabeth Borgens, Tom Bußian, Paul Gruppe sowie die Geschwister Ben und Lotta Schaper.

Pech hatte Michel Kiehne, der in seinem Einer-Rennen von einem verkehrswidrig die Strecke querenden Doppelzweier gerammt und unsanft ausgebremst wurde. Glücklicherweise ist den beteiligten Ruderern nichts passiert.

Für Celine, Elisabeth, Lotta und Christoph steht am kommenden Wochende noch der Landesentscheid in Hannover an, während die meisten nun ein wenig die Regattafreie Zeit genießen können, bevor Mitte August die niedersächsischen Meisterschaften in Wolfsburg anstehen.

Leichtgewichtstradition setzt sich fort

Sowohl in Köln als auch in Otterndorf konnten sich unsere Leichtgewichte besonders gegen die Konkurrenz behaupten. An beiden Regatta-Orten musste zunächst auf den heftigen Regen reagiert werden. In Köln begann es nachmittags nach der Ankunft so stark zu regnen, dass das geplante Training ausfallen musste. Auch Otterndorf im Norden blieb nicht vom Regen verschont und die Aktiven mussten vom Zeltplatz in die Turnhalle zum Übernachten umziehen, um dem nächtlichen Dauerregen zu entgehen.

Glücklicherweise zeigte sich das Wetter an den beiden Regattatagen selbst freundlicher, so dass die Rennen planmäßig erfolgen konnten.

In Köln auf der Regattabahn Fühlingen bewies einmal mehr Yassin Legien als leichter B-Junior im Einer seine Klasse und schaffte den Einzug in die zweite Abteilung am Sonntag. Da dort die ersten beiden Starter schneller waren als der Fünft- und Sechstplatzierter der ersten Abteilung, erreichte Yassin damit insgesamt den sechsten Platz im mit 48 Booten besetzen Teilnehmerfeld. Ein Ergebnis, das für die internationale Regatta in Hamburg am Pfingstwochenende aufhorchen lässt.

Der schwere B-Junioren Achter in Renngemeinschaft mit Osnabrück Lüneburg, Ems-Jade-Weser, Team Nord West, Braunschweig und Verden kam nicht so in die Rennen wie erhofft und wird für Hamburg noch einmal anders zusammengesetzt, damit sich Yassin dort voll auf seinen Start im Einer konzentrieren kann.

Die A-Junioren mussten der 2.000 Meter-Strecke und dem starken Gegnerfeld Tribut zollen und schafften es leider nicht auf die vorderen Platzierungen. Sebastian Stolte kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „Abschließend lässt sich sagen, dass das Niveau in Köln wirklich hoch war. Zu beobachten ist auch, dass die Leistungsdichte in der Spitze im Rudern insgesamt dichter wird und dahinter ein relativ breites Feld zu beobachten ist.“

Auch in Otterndorf auf dem Hadelner Kanal sorgten die Leichtgewichte für viele Siege. Joel Maragos und Theo Nissel gewannen an beiden Tagen ihr Rennen im leichten B-Doppelzweier und bestätigten damit das Ergebnis von Bremen. Darüber hinaus konnten beide ihr jeweiliges Einer-Rennen gewinnen. Auch Julia Klemm konnte am Samstag den leichten B-Juniorinnen-Einer für sich entscheiden. Weitere Siege errangen bei den A-Junioren Eric Edler und Ben Schaper im schweren Doppelzweier sowie Joelle Edler im Frauen-Einer.

Drei Ruderer mussten Ihre Teilnahme krankheitsbedingt absagen, so dass noch Rennen abgesagt bzw. in anderer Besetzung gefahren werden mussten.

Auf der Jungen- und Mädchen-Regatta, dort starten die 12- bis 15-Jährigen, siegte Elisabeth Borgens über die 3.000 Meter-Langstrecke sowie Charlotte Burgdorf über 300 Meter und Michael Sauer über 500 Meter.

Angereist war der Hamelner Tross mit über 30 Personen aller Alterklassen inkl. Betreuer und Eltern. Da Sebastian Schulte momentan krankheitsbedingt kürzer treten muss, kümmerte sich Thorben Hake unterstützt durch ehemalige Trainingsruderer um die Athleten.

Nach dem langen Wochenende sind alle erst wieder spät in Hameln angekommen und es wird nun im Trainerteam entscheiden, wie für die einzelnen Aktiven der weitere Regatta-Kalender aussehen wird.

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Dirk Brockmann neuer Bundestrainer des DRV

brockmann-neu V1Heute erreichte uns die Mitteilung, die besonders die gute Arbeit im Leistungssport unseres Vereins unterstreicht. Mit dem Hamelner Dirk Brockmann als neuen Bundestrainer am Bundesstützpunkt Ratzeburg/Hamburg wurde ein Ruderer benannt, der die ruderische Kinderstube des RV „Weser“ Hameln durchlaufen und „seinen Sport“ zum Beruf gemacht hat. Dirk Brockmann ist ein junger, jedoch bereits international erfahrener Trainer, der bislang beim Landesruderverband Hamburg als Landestrainer beschäftigt war. In den letzten Jahren konnte er wiederholt unterschiedlichste Boote zu Medaillen auf Weltmeisterschaften führen, so z. B.  mit Frieda Hämmerlin (RG Germania Kiel) und Julia Leidig (Rostocker Ruderclub) den 5. Platz Finale im Frauen-Doppelzweier (BW2x) bei den U23-Weltmeisterschaften 2016. In den kommenden Jahren wird der 42-jährige Diplomtrainer am Bundesstützpunkt eine erweiterte Trainingsgruppe im Seniorenbereich übernehmen, zudem wird er im Bereich Männer Skull eingesetzt. Verantwortlich wird dieser Bereich weiterhin von Cheftrainer Marcus Schwarzrock geführt.

Damit ist Dirk Brockmann nach Helmut Griep und Jens Hundertmark der 3. aus den Reihen des RV „Weser“ Hameln, in den Gremien des Deutschen Ruderverbandes (DRV).

Dirk Brockmann – oder besser Brocki – kam 1990 zum RVW und wurde schon bald Mitglied der Trainingsmannschaft von Coach Yogi Sehrbrock. Insgesamt 31 Siege erruderte er für den RV „Weser“ Hameln darunter auch (gemeinsam mit Moritz Kleine, Henning Weigt, Stefan Behrens und Steuermann Frank Bode) den 1.000 Sieg der Vereinsgeschichte. Über die Boote, die damals zur Verfügung standen, würde heute jeder B-Junior nur die Nase rümpfen. Noch heute ist sein Ergowert von 6.06,48 Min über die 2000 m – Strecke beim Ergocup in Bremen der zweitbeste je von einem Hamelner Ruderer erzielte Wert. Auch als Vorbild für den jüngeren Nachwuchs war Brocki sehr gut geeignet und stieg schon früh in die Betreuung des Rudernachwuchses ein. Die Frage, wieviel Nutella man aus einem eigentlich leeren Glas bekommt, hat er den damaligen Kinderruderern auf einer Wanderfahrt eindrucksvoll und nachhaltig demonstriert. Noch heute ist er hin und wieder in Hameln und rudert dann auch mit seinen alten Ruderfreunden Henner Günter, Jan Töbel, Jan-Henrik Barkow und Sebastian Focke.

Für seine neue anspruchsvolle Aufgabe wünschen wir ihm viel Erfolg.

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