Jan Jedamski, 25 Jahre
Jan ist seit dem 1. Januar 2012 Stützpunkttrainer des Landesruderstützpunktes Hameln. Gemeinsam mit Sebastian Stolte leitet er seit dem 24.9.2011 die Trainingsabteilung des Ruderverein „Weser“ Hameln.
Eigene Rudererfahrungen machte Jan, der aus einer „alten“ Hamelner Rudererfamilie stammt erstmals als Kinderruderer 1999. Seinen größten Erfolg feierte er zehn Jahre später mit seinem Bruder Torben als Deutscher Meister im Männer-Doppelzweier.
Seine Trainerkarriere begann Jan im Frühjahr 2009 mit der Betreuung von Nora und Merle Wessel. Insbesondere Nora konnte er zu Deutschen Meisterschafstiteln und u.a. zur U23-Vizeweltmeisterschaft führen. Seit November 2011 besitzt Jan auch den Trainer B-Schein. Jan betreut in 2012 außerdem die Junioren B (1997) sowie den Junior A Thorben Hake.
Jan ist Student für das Lehramt Gymnasium mit der Fächerkombination Sport und Politik/Wirtschaft und bereitet sich im Februar 2012 auf seine Examensarbeit mit dem Titel „Der Einfluss der Aufmerksamkeitsausrichtung auf die Ruderökonomie in der Ausdauersportart Rudern“ vor. Im August 2012 wird er sein Referendariat beginnen.
„Für die kommende Saison und darüber hinaus wollen wir wie in der Vergangenheit für die regionalen Rudervereine erster Ansprechpartner in Fragen des Ruder-Leistungssports zu sein. Hier sind zuletzt durch den Nachwuchslehrgang im Herbst gute Kontakte entstanden, die wir weiterentwickeln wollen. Der zur Verfügung stehende Bootspark, die Trainingsmöglichkeiten im neu geschaffenen Kraftraum und nicht zuletzt unser gut aufgestelltes junges Trainerteam bilden eine solide Grundlage, Potenziale zu erkennen und weiterzuentwickeln, so dass einer weiteren Förderung in übergreifenden Projekten nichts im Wege steht. Hier ist durch meinen Vorgänger Großartiges geleistet worden und gemeinsam mit Sebastian Stolte und dem übrigen Trainer-Team werden wir diese Arbeit fortsetzen.“
Sebastian Stolte, 24 Jahre
Sebastian wurde als „Quereinsteiger“ in 2007 Trainer beim Ruderverein „Weser“ Hameln. Seitdem kann er mit den von ihm betreuten Athleten beachtliche Erfolge bis hin zum Deutschen Jugendmeisterschaftstitel von Thore Wessel in 2011 vorweisen. Seit September 2011 leitet Sebastian gemeinsam mit Jan die Trainingsabteilung.
Neben Thore trainiert Sebastian die A-Junioren Melvin Lippek und Dennis Hupe, die Junioren B (Jg. 1996) sowie die A-Juniorin Nele Burgdorf. Für den LRVN plant und organisiert Sebastian das JM A LG-Projekt. Den Trainer B-Schein hat er im November 2011 abgelegt.
Sebastian studiert derzeit Angewandte Sportwissenschaften an der Gesamthochschule Paderborn und wird voraussichtlich in 2013 seinen Bachelor machen. Beste Voraussetzungen also, um das aus RVW-Ruderern und überregionalen Ruderern gebildete Team nach vorne zu bringen.
Bis 2012 war Sebastian zudem Jugendwart des RVV. Neben dem Ziel, auf nationaler und internationaler Ebene wieder dabei zu sein, sieht Sebastian neben dem Leistungssport auch die Notwendigkeit, denjenigen eine sportliche Perspektive zu bieten, die nicht auf dem höchsten Niveau mitfahren wollen oder können. Hier wurden gemeinsam mit seinem Nachfolger Till Garbe attraktive Konzepte entwickelt, die ein individuell abgestimmtes und dennoch gemeinsames Training mit den Spitzenathleten erlauben.
„Es ist uns sehr wichtig, weiterhin ein gutes Team in der Trainingsleitung zu sein, die vielen Aufgaben erfolgreich zu meistern und ein engagiertes Trainerteam aufzubauen.“
Patrick Pätzold, 21 Jahre
Patrick war jahrelang Trainingsmann beim RVW bis er sich im Herbst 2008 entschied, selbst Trainer zu werden. Seitdem verfügt er über den Trainer C-Schein und zeichnet für das Training der Mädchen und Juniorinnen B verantwortlich. Unter Berücksichtigung des individuellen Entwicklungsstands führt Patrick die Mädchen an das Training heran, steigert durch abgestimmte Trainingspläne die Leistungsfähigkeit und entwickelt ihre Technik stetig weiter.
Dass er hierfür eine glückliche Hand hat, zeigen die Erfolge von Nele Burgdorf in 2011, unter anderem mit Gold und Bronze auf den deutschen Jahrgangsmeisterschaften und Siegen beim Baltic-Cup in Trakai. Ebenso erfolgsversprechend zeigte sich sein Zögling Vanessa Holle als Landessiegerin im Mädchen-Einer und der logischen Teilnahme am Bundeswettbewerb für Jungen und Mädchen.
Während Nele seit 2012 A-Juniorin ist und in einem LRVN-Projekt rudert, trainiert Patrick unterstützt von Mareike und Keno weiterhin Vanessa. Nachgerückt sind Johanna und Marion Reichardt von der RR Schaumburgia Bückeburg, die Patrick während ihres Trainings in Hameln betreut.
Patrick, der seit dem letzten Jahr eine Lehre zum Zimmerer absolviert, hat sich für seine Mädels für die kommende Saison die Teilnahme am Landesentscheid vorgenommen. „In Abhängigkeit der Ergebnisse während der Saison streben wir natürlich wieder zum Bundeswettbewerb, der dieses Jahr in Wolfsburg stattfindet.“
Keno Garbe, 18 Jahre
Keno geht in die 11. Klasse des Schiller-Gymnasiums und hat sich parallel durch einen 1. Hilfe-Kurs, die Trainer C-Lizenz und den Motorbootführerschein für das Kindertraining der Jungen und Mädchen bis einschließlich 14 Jahren qualifiziert. Seit dem letzten Sommer leitet Keno zusammen mit Henry das Training der Kinderabteilung, was eine hohe Präsenz sowohl im Winter beim Schwimmen, Hallensport und Ruder- oder Ergotraining als auch in den übrigen Jahrezeiten auf dem Wasser bedeutet. Keno springt ebenso beim Training der B-Junioren und Juniorinnen ein, wenn dies erforderlich ist bzw. die Zeit und ein Motorboot vorhanden sind. Mit viel Ruhe und Einfühlungsvermögen hat Keno schon vielen Ruderanfängern die ersten Weihen beigebracht. Ebenso bestimmt absolviert er Kinderregatten und behält während des Wochenendes die Übersicht und Führung. „Ich hoffe, dass die Kinder Spaß am Rudersport bekommen und dass sie dann auch gemeinsam Erfolg haben. Henry und ich helfen uns dabei gegenseitig; Fehler, die dem Einem nicht auffallen, sieht der Andere. Die größte Belohnung für uns ist, wenn unsere Kinder dann auf Regatten gewinnen, wie z. B. letztes Jahr in Wolfsburg, wo das Rennen noch aus einem Rückstand gewonnen wurde.
Henry Morten Domnick, 17 Jahre
Henry geht in die 11. Klasse des Schiller-Gymnasiums und will in 2013 sein Abitur machen. Seine ruderische Vita beschreibt Henry selbst am besten:
„Ich trainiere zusammen mit Keno die Kinder (bis 14 Jahre). Außerdem stehen wir dem Jugendwart bei der Betreuung der älteren Nicht-Trainingsleute zur Verfügung. Seit April 2011 habe ich anfangs Janna (FSJ) unterstützt. Seit den Sommerferien habe ich zusammen mit Keno den Kinderbereich übernommen. Trainerscheine habe ich noch (!) keine. Für 2012 habe ich mir aber vorgenommen, alle notwendigen Kurse zu absolvieren. Bis jetzt habe ich den großen Erste-Hilfe-Kurs und natürlich den Motorbootführerschein gemacht. Im Sommer bin ich bis zu viermal am Bootshaus. Keno ist eher derjenige, der mit im Boot sitzt und das Rudern direkt vormacht. Ich hingegen bin meistens im Motorboot unterwegs. Im Winter koordinieren wir den Hallensport, das Rudern und Schwimmen, damit die Kinder und Jugendlichen auch im Winter nicht einrosten.
Mein hauptsächliches Ziel ist es, den Kindern den Spaß am Rudersport zu vermitteln und somit auch Siege einzufahren. Wenn die Rennen auch nicht immer für uns entschieden werden, ist der Spaß ein mindestens genau so großes Ziel. Mit dem 15. Lebensjahr soll jeder wissen, ob er Rudern zeitintensiv als Leistungssport oder zwei- bis dreimal wöchentlich in der Jugendabteilung betreiben möchte.
Ein herausragendes Ereignis meines ersten Trainerjahres waren die Rennen in Hannover, da sich dort mit verdienten Siegen gezeigt hat, dass es sich lohnt zu trainieren und man somit auch etwas erreichen kann.“
Mareike Adomat, 17 Jahre
Mareike ist selbst über das Kinderrudern zum Leistungssport gekommen. Nach zahlreichen Rennen hat sie irgendwann mal die Olympioniken Michael Ruhe und Jan Martin Bröer im Vierer gesteuert. Das muss wohl so prägend gewesen sein, dass sie sich in Folge immer wieder auch gerne als Steuerfrau einsetzen ließ. Mit dem Start der Ruderbundesliga in 2010 wurde Mareike die Steuerfrau des Hamelner Achters, den sie seitdem abwechselnd mit Merle steuert. Man kann sagen, dass Mareike ihre Männer im Griff hat und die Mannschaft in vielen Rennen durch kompetente Kommandos zum Sieg geführt hat.
Mareike hat sich in der Wintersaison 2011/12 bereit erklärt, ihr praktisches Können und Wissen an die Kinder und hier insbesondere an die Mädchen weiterzugeben. Ebenso unterstützt sie Patrick beim Training der Juniorinnen B oder den Jugendwart bei der Betreuung der Nicht-Trainings-Mädels. Die Mädchen werden von Mareike im Winter durch Gymnastik und Spielen in der Halle, dem Ergo fahren, Laufen und Schwimmen für das Rudern auf der Weser fit gemacht.
„Im Vordergrund steht beim Kinderrudern der Spaß und natürlich der ein oder andere Erfolg auf Regatten. Während des Kinderruderns machen sowohl die Kinder als auch die Eltern vollkommen neue Erfahrungen und manchmal gibt es sehr schöne Überraschungen. Ich möchte als Betreuerin und vielleicht auch mal als Trainerin meinen Anteil dazu beitragen.“
Felix Kexel, 18 Jahre
Felix begann seine Karriere im Februar 2007 als Steuermann, wo er gleich im JMA 8+ Landesmeister und im JMA 4+ Dritter auf den Deutschen Sprintmeisterschaften wurde. Im seinem ersten Junior B Jahr wurde Felix Landesmeister im JMB 4+. Die Dauer eines Schüleraufenthalts in den USA nutzte er in 2010, um im LG 4+ an den amerikanischen Schülermeisterschaften teilzunehmen.
Felix betreut die Kinder und hilft dort aus, wo gerade Not am Mann ist. „Wir versuchen die Kinder schnell zur Selbstständigkeit zu erziehen und sie auch alleine auf das Wasser zu lassen. Hierzu ist es notwendig, dass sie im ersten Sommer eine enge Betreuung erfahren und sich keine Fehler im Ruderstil einschleichen.“ Felix Unterstützung ist dabei sehr hilfreich. Im Frühjahr 2012 wird er sein Abitur am ´Schiller´machen. Bekannterweise tut frische Luft dem Gehirn in den Lernpausen sehr gut und Felix hat sich vorgenommen, auch in dieser Phase mindestens dreimal pro Woche am Bootshaus zu erscheinen.
Felix Ziel für 2012 ist: „Das Abitur schaffen und die Kinder so schnell wie möglich zu machen.“ Wir wünschen Felix bei seinen Vorhaben viel Glück.
