Saisoneröffnung mit Taufe und Ehrungen

von Ute Freitag
Früh morgens zeigte sich das Wetter noch von seiner ungemütlichen Seite: kalt und regnerisch. Doch pünktlich zum Anrudern hatte sich der Regen verzogen und die Sonne ließ sich blicken – wenn auch bei weiterhin frischen Temperaturen. Beste Voraussetzungen also, um die Rudersaison 2026 beim RV Weser feierlich zu eröffnen.

Zahlreiche Mitglieder und Gäste waren gekommen, um gemeinsam den Start in die neue Saison zu begehen. Das Bootshaus und das Gelände präsentierten sich bestens vorbereitet und einmal mehr zeigte sich: Das Anrudern ist nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein gesellschaftlicher Höhepunkt im Vereinsjahr.

Ein besonderer Moment war die Taufe des neuen Doppelvierers, der auf den Namen „Ekkehard Lohmann“ getauft wurde. Die Zeremonie fand im Beisein seiner Witwe Annelies Lohmann statt und wurde von seinem Enkel Jakob Lohmann vorgenommen.

Die anschließende Jungfernfahrt war ein echtes Familienereignis: Gleich drei Generationen der Familie Lohmann gingen gemeinsam aufs Wasser – Annelies, Jürgen und Jakob Lohmann. Begleitet wurden sie von Karl-Friedrich und Elisabeth Meyer, die ebenfalls zwei Generationen repräsentierten. Ein schöneres Zeichen für Zusammenhalt und Tradition im Verein hätte es kaum geben können.

Auch eine besondere Ehrung stand auf dem Programm: Frank Höltje wurde für sein außergewöhnliches Engagement gewürdigt. Über 50 Jahre hinweg hat er die Klütregatta organisiert und geleitet – eine beeindruckende Leistung, die im Verein großen Respekt und Dankbarkeit verdient.

Für 50 jährige Vereinsmitgliedschaft wurde Anneli Menke-Kaiser mit der Ehrennadel und Urkunde des Deutschen Ruderverbandes ausgezeichnet.

Medaillen gab es ebenfalls für einige Trainingsleute: Hans-Jörg Sehrbrock überreichte sie für die aktuellen Landesmeisterschaftssiege im Ergometerrudern an Charlotte Burgdorf, Sophie Sporleder, Leon Juretzki, Carl-Ludwig Soltau, Maximilian Gümpel, Florian Wissel, Eric Edler und Fabian Schönhütte.

Auch die Wanderruderer und -ruderinnen wurden nicht vergessen. Ruderwart Werner Steding überreichte die Fahrtenabzeichen sowie den Pokal für die Kilometersieger 2025. Er konnte sich für den Verein auch wieder über den Gewinn des Kaiser-Wilhelm-Pokals freuen, den Karl-Friedrich Meyer als Vorsitzender des Nordwestdeutschen Regattaverbandes übergab.

Ein weiterer fester Bestandteil des Anruderns ist das Trainingsversprechen. In diesem Jahr wurde es stellvertretend für die Trainingsmannschaft von Ella Clodius abgelegt. Damit verpflichten sich die Aktiven zu Teamgeist, Fairness und Verlässlichkeit – wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Saison.

Nach dem offiziellen Teil hielt es niemanden mehr an Land: Nach einem dreifachen „Hipp, hipp, hurra!“ wurden die Boote zu Wasser gelassen und zahlreiche Ruderinnen und Ruderer nutzten die Gelegenheit, die neue Saison direkt auf der Weser zu eröffnen.

Wer an Land blieb, konnte sich über das hervorragende kulinarische Angebot freuen: Marco und Yvonne Depping, unterstützt von Dagmar Depping, hatten den Grill angeheizt und ein ausgesprochen leckeres Kuchen- und Tortenbüffet vorbereitet, das bei allen großen Anklang fand.

So wurde das Anrudern 2026 einmal mehr zu einer rundum gelungenen Veranstaltung – geprägt von Gemeinschaft, Tradition und der Vorfreude auf eine neue Rudersaison.

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  • 20260329_Slider: RVW bzw. ein Mitglied