Siege in Köln und Otterndorf

Erneut ein Wochenende mit zwei Regatten liegt hinter unseren Aktiven. Am 18./19.5. ging es in den Westen zur Regattabahn Fühlingen in Köln und in den Norden zum Hadelner Kanal in Otterndorf. Spaß und Erfolg hatten Alle an beiden Orten. Allerdings fiel ein Teil der Rennen in Köln der Gewitterfront zum Opfer während in Otterndorf durchgängig bestes Wetter herrschte.

Internationale Juniorenregatta Köln

7 Aktive traten in verschiedenen Bootsklassen in vollen Feldern an, besonders erfolgreich waren einmal mehr die Leichtgewichtsruderer/-innen. Sehr gut lief es für Yassin Legien und Joél Maragos, die drei Siege erzielten. Sie gewannen an beiden Tagen ihre Läufe im leichten (Riemen-)Zweier der A-Junioren und waren jeweils Zeitschnellste aller 22 gestarteten Boote.

Henrik Fleige und Jonas Maximilian Schleumer wurden am Samstag in ihrem Lauf Zweite. Beide konnte am Sonntag ihr Potenzial leider nicht mehr zeigen, da aufgrund der Gewitter- und Unwetterwarnung nach dem Rennen von Yassin und Joél die Regatta nicht nur unterbrochen sondern komplett abgesagt wurde.

Am Samstag gewannen alle vier gemeinsam mit Ole Spiller (Celler RV), Imran Skoray, Niko Trittschanke, Piet Niklas Heinze (DRC Hannover) und der Hamelner Steuerfrau Julia Klemm gegen die beiden „schweren“ Achter aus Hamburg und Schleswig Holstein. Hier zeigte sich der Erfolg der vielen gemeinsamen Kilometer unter Anleitung von Sebastian Stolte und seinem Team auf der Weser am Landesstützpunkt Hameln.

Julia Klemm gelang vorher der Sieg in ihrer Abteilung der leichten A-Juniorinnen-Einer, womit sie sich insgesamt unter die besten 5 der insgesamt 29 Ruderinnen platzieren konnte.

Julia Klemm

Eric Edler und Lotta Schaper ruderten sich im Einer bzw. in ihren Renngemeinschaften im Doppelzweier und Doppelvierer auf die Plätze 3 – 4.

In zwei Wochen steht in Hamburg die Junioren-Regatta an. Dort werden neben dem erfolgreichen Achter weitere Kombinationen gefahren, um Ende Juni die jeweils optimale Bootsbesatzung für die Deutschen Meisterschaften zu erhalten.

Cheftrainer Sebastian Stolte war sehr zufrieden mit dem Auftritt und Abschneiden seiner Aktiven. Nichtsdestotrotz müsse in den kommenden Tagen und Wochen weiterhin fokussiert und konzentriert auf den Saisonhöhepunkt hingearbeitet werden.

53. Otterndorfer Ruder-Regatta 

In Otterndorf sorgten 9 Aktive für 7 Siege

  • Adrian Klingemann im A-Junioren Einer
  • Renngemeinschaft B-Junioren Doppelvierer mit Christoph Barth und Felix Brand sowie Paul Hansen + Nils Schumann (Celler RV)
  • Elisabeth Borgens an beiden Tagen im B-Juniorinnen Einer
  • Hannes Esders über 300m im Einer bei den 11jährigen Kindern
  • Charlotte Burgdorf die Langstrecke (3000m) im Einer bei den 14jährigen Kindern
  • Nick Armgardt und Paul Grupe den offenen Achter in Renngemeinschaft
Hannes Esders

Daneben wurden viele zweite Plätze belegt und das teilweise sehr knapp zum ersten Platz. So erzielte Hannes Esders z.B. einen Zweiten Platz im Slalom-Wettbewerb der Kinder.

Trainerin Kristina Lorenz zog ein positives Fazit:
Insgesamt war es eine schöne und erfolgreiche Regatta, das Wetter hat gut mitgespielt und es können alle zufrieden sein.

Die Otterndorfer Starter gehen dann ebenfalls in zwei Wochen erneut an den Start, und zwar in Salzgitter. Dort findet neben der Allgemeinen Regatta für Jugendliche und Erwachsene auch der Landesentscheid der Kinder statt, bei dem es nicht nur um den Landesmeistertitel geht sondern auch um die Qualifikation für den Bundeswettbewerb Anfang September.

Bildquellen:

  • Köln2019 (3): Bildrechte beim RVW bzw. einem Mitglied

49. Wesermarathon oder „Ein sehr langer Tag auf der Weser…“

Die harten Fakten in Kürze:
Treffen am Bootshaus:  4.00 Uhr
Start in Vaake: 6.30 Uhr
Ankunft in Hameln: 19.30 Uhr
Kilometerleistung: 126 km
Was geschah in der Zeit von 6.30 bis 19.30 Uhr?

Auch in diesem Jahr nahmen 3 Boote des RV Weser Hameln am Wesermarathon teil. Es waren 2 gesteuerte 4er und ein gesteuerter 2er mit jeweils einem Fahrer. Die Boote wurden Samstag schon verladen, damit wir Sonntag um 4 Uhr gleich starten konnten. Ein Boot wurde in Wehrden abgeladen, die anderen beiden starteten von Vaake aus. Die erste Herausforderung, die sich uns stellte, war der Steg, der von einer Eisschicht überzogen und somit sehr glatt war. Jemand kam auf die Idee, den Steg mit Erde zu bestreuen und somit begehbar zu machen. Das funktionierte tatsächlich und so konnten die Boote um 6.30 Uhr starten. Es waren zu diesem Zeitpunkt ca. 1-2°C. In unserem 2er Boot mit Steuermann hatten wir als 4. Mann den Bundeswehrparka von Thomas. Der war uns bis zum Schluss ein treuer Begleiter. Nicht chic, aber schön warm. Unser Steuersitz wurde unterwegs vielfach belächelt, da er auch mit Schaffell, Decke und Fußsack ausgestattet war – fast wie auf dem Sofa daheim.

Zu Beginn hatten wir uns Gedanken gemacht, wie wir die 126 km in kleine Teiletappen aufteilen können. Somit war es auch gar nicht mehr so abschreckend, wenn man weiß, dass es nur 20 km bis zum nächsten Stopp sind. Unsere erste Wechselstation war Gieselwerder. Danach ging’s weiter bis Bad Karlshafen. Leider gab es hier keinen Anleger, deshalb mussten wir mal kurz die Schuhe ausziehen, um ans Ufer zu kommen. Sehr erfrischend so ein kleines Kneippbad zwischendurch. Mittlerweile waren es auch bestimmt schon 8°C… (Für’s nächste Jahr wird Bad Karlshafen lieber durch Würgassen ersetzt.) Es ging weiter über Wehrden nach Holzminden. Hier gab’s als kleine Belohnung Bratwurst oder Steak mit einem Kaltgetränk, um für die weiteren 50 km gestärkt zu sein.

Langsam machte sich auch das Hinterteil bemerkbar, so dass zwischendurch mal ein paar Gesäßlockerungsübungen eingeschoben werden mussten – soweit das überhaupt möglich war. Es war dann eher so eine Mischung aus Strecken und langmachen, aber Hauptsache mal kurz runter vom Rollsitz. Unser Steuermann hielt uns nun mit Käse und so einem leckeren Getränk bei Laune. In Bodenwerder wurden wir von Thomas mit dem Bootsanhänger empfangen. Es hatte in Bodenwerder so stark geregnet, dass er dachte, wir kommen klitschnass dort an und wollen aufgeben. NEIN! Doch nicht mit uns!!! Da wir so langsam waren, haben wir zwischendurch nur ein paar kleine Tropfen abgekommen und erreichten die Münchhausenstadt trocken und gut gelaunt.

In Hagenohsen gab’s dann den letzten Wechsel. Eberhard berichtete uns von einem Hagelschauer… Auch das war uns erspart geblieben… Ab dort ging es stromab sehr gut, denn die Strecke ist uns ja sehr vertraut.

Um ca. 19.30 Uhr erreichten wir dann auch endlich unser Bootshaus. Der zweite 4er war bereits um 18.30 Uhr zurück, die Mannschaft, die in Wehrden gestartet war, um 17.30 Uhr.

Rückblickend war es ein sehr langer und anstrengender Tag, aber es hat trotz aller Strapazen auch sehr viel Spaß gemacht, denn wir waren ein tolles Team!

Dank an Thomas, Eberhard, Jan, den Bundeswehrparka und den Kangoo!!!

Und na klar: nächstes Jahr wieder!!!

Bericht: Stefanie Pöhler

Damenabend – klein aber fein

Am 11.5. fand der 44. Damenabend nach 1975 statt. Die Hoffnung auf warmes Wetter mit der Möglichkeit die vereinseigene Terasse zu nutzen und auch auf höhere Teilnehmerzahlen bewahrheitete sich nicht.

Letzlich trafen sich 24 Damen und genossen das Drei-Gangmenü bestehend aus Salat mit Antipasti, Schweinefilet mit Spargel und Kartoffeln sowie Vanilleeis und Erdbeeren, das Dagmar Depping gezaubert hatte, sowie angeregte Gespräche.

Mitorganisatorin Anne Gerlach begrüßte Birgit Albrecht der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Hameln sowie Karin Echtermann SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hameln und ehrenamtliche Bürgermeisterin. Beide dankten für die Einladung und Frau Echtermann hob die ehrenamtliche Arbeit insbesondere im Jugendbereich des Vereins hervor.

Nach dem Essen überreichte Dr. Peter Dennis die Ehrennadeln für 25jährige Mitgliedschaft an Ingeborg Sachs sowie für 40jährige Mitgliedschaft an Helga Nissel. Er warb in seiner kurzen Ansprache auch noch einmal dafür, sich im Verein und gerne auch im Vorstand zu engagieren, da dieser mit nur zwei Frauen nicht repräsentativ für den weiblichen Mitgliederanteil von 1/3 ist.

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