49. Wesermarathon oder „Ein sehr langer Tag auf der Weser…“

Die harten Fakten in Kürze:
Treffen am Bootshaus:  4.00 Uhr
Start in Vaake: 6.30 Uhr
Ankunft in Hameln: 19.30 Uhr
Kilometerleistung: 126 km
Was geschah in der Zeit von 6.30 bis 19.30 Uhr?

Auch in diesem Jahr nahmen 3 Boote des RV Weser Hameln am Wesermarathon teil. Es waren 2 gesteuerte 4er und ein gesteuerter 2er mit jeweils einem Fahrer. Die Boote wurden Samstag schon verladen, damit wir Sonntag um 4 Uhr gleich starten konnten. Ein Boot wurde in Wehrden abgeladen, die anderen beiden starteten von Vaake aus. Die erste Herausforderung, die sich uns stellte, war der Steg, der von einer Eisschicht überzogen und somit sehr glatt war. Jemand kam auf die Idee, den Steg mit Erde zu bestreuen und somit begehbar zu machen. Das funktionierte tatsächlich und so konnten die Boote um 6.30 Uhr starten. Es waren zu diesem Zeitpunkt ca. 1-2°C. In unserem 2er Boot mit Steuermann hatten wir als 4. Mann den Bundeswehrparka von Thomas. Der war uns bis zum Schluss ein treuer Begleiter. Nicht chic, aber schön warm. Unser Steuersitz wurde unterwegs vielfach belächelt, da er auch mit Schaffell, Decke und Fußsack ausgestattet war – fast wie auf dem Sofa daheim.

Zu Beginn hatten wir uns Gedanken gemacht, wie wir die 126 km in kleine Teiletappen aufteilen können. Somit war es auch gar nicht mehr so abschreckend, wenn man weiß, dass es nur 20 km bis zum nächsten Stopp sind. Unsere erste Wechselstation war Gieselwerder. Danach ging’s weiter bis Bad Karlshafen. Leider gab es hier keinen Anleger, deshalb mussten wir mal kurz die Schuhe ausziehen, um ans Ufer zu kommen. Sehr erfrischend so ein kleines Kneippbad zwischendurch. Mittlerweile waren es auch bestimmt schon 8°C… (Für’s nächste Jahr wird Bad Karlshafen lieber durch Würgassen ersetzt.) Es ging weiter über Wehrden nach Holzminden. Hier gab’s als kleine Belohnung Bratwurst oder Steak mit einem Kaltgetränk, um für die weiteren 50 km gestärkt zu sein.

Langsam machte sich auch das Hinterteil bemerkbar, so dass zwischendurch mal ein paar Gesäßlockerungsübungen eingeschoben werden mussten – soweit das überhaupt möglich war. Es war dann eher so eine Mischung aus Strecken und langmachen, aber Hauptsache mal kurz runter vom Rollsitz. Unser Steuermann hielt uns nun mit Käse und so einem leckeren Getränk bei Laune. In Bodenwerder wurden wir von Thomas mit dem Bootsanhänger empfangen. Es hatte in Bodenwerder so stark geregnet, dass er dachte, wir kommen klitschnass dort an und wollen aufgeben. NEIN! Doch nicht mit uns!!! Da wir so langsam waren, haben wir zwischendurch nur ein paar kleine Tropfen abgekommen und erreichten die Münchhausenstadt trocken und gut gelaunt.

In Hagenohsen gab’s dann den letzten Wechsel. Eberhard berichtete uns von einem Hagelschauer… Auch das war uns erspart geblieben… Ab dort ging es stromab sehr gut, denn die Strecke ist uns ja sehr vertraut.

Um ca. 19.30 Uhr erreichten wir dann auch endlich unser Bootshaus. Der zweite 4er war bereits um 18.30 Uhr zurück, die Mannschaft, die in Wehrden gestartet war, um 17.30 Uhr.

Rückblickend war es ein sehr langer und anstrengender Tag, aber es hat trotz aller Strapazen auch sehr viel Spaß gemacht, denn wir waren ein tolles Team!

Dank an Thomas, Eberhard, Jan, den Bundeswehrparka und den Kangoo!!!

Und na klar: nächstes Jahr wieder!!!

Bericht: Stefanie Pöhler