Gedenkfeier zu Ehren von Helmut Griep

Als Helmut Griep am 08. Februar verstarb, befanden wir uns im Lockdown und an der Trauerfeier konnten nur Wenige teilnehmen. Nun hat der RV Weser zu Ehren von Helmut Griep am 02. Oktober 2021 eine Gedenkfeier im Hamelner Münster abgehalten und die Ruderfamilie konnte sich in einem sehr würdevollen Rahmen von „ihrem“ Helmut verabschieden.

Rund 120 Personen nahmen unter Einhaltung der geltenden Coronabedingungen am Gedenkgottesdienst teil, der von der Pastorin Silvia Mustert geleitet wurde. In einer bewegenden Rede nahm sie die Anwesenden mit auf verschiedene Stationen seines Lebens und kam dabei auch auf die erste Begegnung zwischen ihr und Helmut zu sprechen. Sie lernte ihn seinerzeit als „Rudernovizin“ auf der Abschlussfahrt ihres Schnupperkurses kennen und seitdem verbindet sie mit der Familie Griep eine feste Freundschaft, die schon viele Jahre Bestand hat.

Anschließend sprach der Hamelner Oberbürgermeister Claudio Griese. Er würdigte das große ehrenamtliche Engagement von Helmut. Zum einen natürlich für den RV Weser, zum anderen aber auch für die Stadt Hameln. Hier sei stellvertretend sein Einsatz für den „Bürgerverein Hochzeitshaus Hameln e.V.“, der sich für ein umfassendes Nachnutzungskonzept des Hochzeitshauses stark macht und dessen Vorsitzender Helmut war, genannt.

Bastian Bauer, ein Neffe von Helmut, sprach für die Familie und ging in sehr liebevoller Weise auf das Leben und Wirken seines Onkels ein.

Professor Hans Christoph Becker-Foss sorgte mit seinem exzellenten Orgelspiel für den musikalischen Rahmen der Gedenkfeier. Es war kein Geheimnis, dass Helmut ein begeisterter Liebhaber dieses Instruments war, über das er ein enormes Fachwissen besaß und dem er stets gern lauschte.

Nach der Gedenkfeier in der Münsterkirche ging es für die Teilnehmer*innen weiter ins Bootshaus, Helmuts „zweitem Zuhause“. An festlich eingedeckten Tischen stärkten sich zunächst einmal alle, was ganz sicherlich in Helmut’s Sinne war, legte er doch stets allergrößten Wert darauf, dass die „Qualität von Küche und Keller“ stimmte, wenn er Wanderfahrten und andere Veranstaltungen plante.

Nach dem Imbiss sprach Klaus-Dieter Lembke für den DRV und hob Helmut’s Verdienste für den Verband hervor, dem er sieben Jahre vorstand und von dem er im Anschluss daran zum Ehrenvorsitzenden gewählt wurde. Besonders für den Bereich Wanderrudern schlug Helmut’s Herz, auf den Flüssen unseres Landes war er praktisch „zu Hause“ und als nach der Wende 1989 aus zwei  deutschen Ruderverbänden einer gemacht wurde, war er die treibende Kraft, die die Fäden ganz fest in der Hand hielt.

Last but not least sprach dann unser 1. Vorsitzender Jürgen Lohmann. Helmut hat ihn, wie ganz viele andere auch, sein ganzes Ruderleben lang begleitet. Kein Wunder, dass Jürgen seine Rede mit der ein oder anderen Anekdote spickte, denn Helmut hatte einen großen Sinn für Humor, den er auch stets auslebte.

Den Abschluss der Gedenkfeier bildete ein Gruppenfoto vor dem Bootshaus, auf dem die versammelte Ruderfamilie Helmut’s Frau Heidrun in die Mitte nahm. Das hätte Helmut sehr gefallen.

Wir werden ihn und seine Verdienste um unseren Verein nie vergessen.

Bildquellen:

  • 20211002_Slider: RVW bzw. ein Mitglied