Edelmetall bei Deutschen Sprintmeisterschaften

25 Ruderinnen und Ruderer nahmen an den 26. Deutschen Sprintmeisterschaften in Schweinfurt teil. Auf dem gestauten Main vor dem Bootshaus des ausrichtenden Schweinfurter Ruder-Club Franken kämpften die angereisten Hamelner:innen erneut um Edelmetall – mit Erfolg: 1x Gold und 2x Bronze.

Auf dem Weg zu Edelmetall musste Christian Wellhausen kurzfristig aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle noch Umbesetzungen und Abmeldungen vornehmen und bewies wie schon über die gesamte Saison sein besonderes Fingerspitzengefühl.

Die Regatta bot Zuschauern, sowohl vor Ort als auch im Livestream, spannende Rennen mit knappen Ausgängen sowie emotionalen Höhen und Tiefen.

Große Freude herrschte in jedem Fall beim Sieg des Männer Vierer mit Steuerfrau. Nach mehreren Starts in den vergangenen Jahren gelang in diesem Jahr der große Coup. Im Finallauf siegte das Quintett aus Thore Wessel, Lars Wessel, Florian Wissel, Nick Armgardt und Steuerfrau Mareike Adomat souverän und sehr deutlich vor den Booten aus Münster und Osnabrück.

Wo an der einen Stelle große Freue herrschte, erhielt an anderer Stelle doch große Enttäuschung Einzug. Im Gegensatz zum Sieg im Kleinboot musste der Hamelner Achter, neben den vier frisch-gekürten deutschen Sprintmeistern besetzt mit Emre Tas, Roelof Bakker, Christopher Winnefeld, Eric Edler und Steuerfrau Merle Wessel, nach souverän gewonnenen Vorlauf den RBL-Ligachampion aus Mühlheim sowie Köln um Haaresbreite, mit nur 2 Hundertstelsekunden auch Arkona Berlin den Vortritt lassen.

Aufgrund des Schiffsverkehrs und der einzuhaltenden Schifffahrtspausen fanden die Rennen ohne Bahnenabtrennung durch Bojenketten statt, was erhöhte technische Anforderungen an die steuernden Ruder:innen und auch die Schiedsrichter:innen stellte.

Diese Herausforderung spürten auch die A-Junioren. Nachdem sich zwei Boote behindert hatten, mussten sie im Vierer mit Steuerperson die Strecke innerhalb kürzester Zeit gleich zweimal bewältigen. Mit ebenfalls nur 2 Hundertstelsekunden hinter den Zweitplatzierten Mainzern gewannen Fabio Geisler, Christoph Barth, Vadym Ponomarow, Felix Brand und Klara Menkens dennoch die Bronzemedaille.
Auch im A-Junioren Achter erzielten die Fünf gemeinsam mit Kian Jou Alimohamadi, Salomo Garbe, Maximilian Baukmeier und Andrii Kolesnichenko den Bronzerang.

Mit der eigenen Leistung samt Platzierung unzufrieden waren hingegen die Frauen, die im Doppelvierer die Finals verpassten, und daraufhin im Mixed-Doppelvierer, leider nur im B-Finale den 3. Platz erruderten.

Für Charlotte Burgdorf, die in der älteren Altersklasse der Frauen im Einer startete, und die beiden B-Junioren Carl-Ludwig Soltau und Michele Geisler im Doppelzweier, ging es darum, Erfahrungen auf einer Meisterschaft zu sammeln.

Abschließend blicken Trainer Christian Wellhausen, Julia Klemm und Jonathan Schlösser sowie Leistungssportkoordinator Jonas Schleumer zufrieden auf den Verlauf des Wochenendes und resümieren einstimmig: „Neben den sportlichen Erfahrungen und Erfolgen sind wir als Verein und insbesondere die aktive Trainingsmannschaft jahrgangsübergreifend weiter zusammenrückt. Der Erfahrungsaustausch auf der einen, und die sportliche Gemeinschaft, das Miteinander auf der anderen Seite, bestärkt uns, hier bestmöglich in der Zukunft anzuknüpfen und weiterzumachen.“

Auch die mitgereisten Fans, darunter die Vorstandsmitglieder Jürgen Lohmann, Dirk Schünemann und Markus Baukmeier, freuten sich über den gemeinschaftlichen Erfolg samt der positiven Ergebnisse.

Bericht: Florian Höltje/Anne Gerlach
Fotos: Dirk Schünemann/Anne Gerlach

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