Silberne Jahrgangsmeisterschaften 2026

Organisatorisch standen die Meisterschaften unter keinen guten Stern. Nach einer Verlegung aufgrund starken Algenbewuchses des Baldeneysees von Essen nach Krefeld wurden während der Regattatage Hitzebedingt die Austragungsmodalitäten und Zeitpläne mehrmals geändert. Mit großen Ambitionen waren Julia Klemm und Jonathan Schlösser mit acht Aktiven aus Hameln angereist, die sich nun fast täglich neu einstimmen mussten.

Sehr erfreulich war, dass sich alle in den teilweise großen Meldefeldern für die Finale qualifizieren konnten.

U23
Charlotte Burgdorf, die im Juni erkältungsbedingt nur eingeschränkt trainieren konnte, musste sich im Einer Paula Lutz geschlagen geben. Mit viel Enttäuschung traf sie im Doppelvierer in einer Renngemeinschaft mit Ruderinnen aus Berlin, Hannover und Karlsruhe anderthalb Stunden später erneut auf ihre Mannheimer Kontrahentin. Auf den letzten 200 Metern gaben die Ruderinnen die Führung und damit den Meistertitel in dem sehr spannenden Rennen gegen das favorisierte Boot noch um 55 Hundertstel aus der Hand. 

Voraussichtlich im Laufe des Montag entscheiden die Bundestrainer, welche Athletinnen in welcher Bootsklasse für die U23-WM in Duisburg (23.-26.7.) nominiert werden. Nicht nur Charlotte als Führende der Gesamtrangliste wartet gespannt auf die Entscheidung.

Carl-Ludwig Soltau ruderte in seiner ersten Saison im Seniorenbereich gemeinsam mit seinen Partnern aus Osnabrück im Männer-Vierer mit Steuerperson auf Platz 5 und zusätzlich mit Sportlern aus Hannover und Celle im Männer-Achter auf Platz 6. Auch er hat sich nach einer Saison mit Höhen und Tiefen mehr erhofft, und freut sich nun auf die Teilnahme im Achter an der traditionsreichen Henley Royal Regatta vom 30.6. bis 5.7. in Henley-on-Thames.

U17
Nach starken Auftritten bei den Frühjahrsregatten und entsprechend großen Ambitionen mussten sich die Leichtgewichts-B-Junioren Leo Lüthe und Birger Günter sowohl im Doppelzweier als auch mit ihren Partnern aus dem Team Nord-West im Leichtgewichts-Doppelvierer mit Steuerfrau jeweils mit dem vierten Platz begnügen.

Julika van Cattenburg konnte ihre Ziele, die Qualifikation für das A-Finale, im Leichtgewichts-Einer und im Leichtgewichts-Doppelvierer erreichen.

In einem neu formierten Doppelzweier stellte sich Sophie Sporleder mit ihrer Hannoveraner Partnerin der Konkurrenz. Die Beiden erreichten das kleine Finale, das hitzebedingt nicht ausgetragen wurde. Eine große Enttäuschung, denn gerne hätten sie eine Top10-Platzierung errudert.

U19
Zu den erfahreneren Athletinnen im Team zählte Elin Kowalik, die sich in ihrem zweiten Jahr bei den A-Juniorinnen befindet. Gemeinsam mit Vereinskollegin Mira Hühne sowie Partnerinnen aus Münster und Osnabrück ging sie im Juniorinnen-Vierer mit Steuerperson an den Start und qualifizierte sich ebenfalls für ein nicht ausgefahrenes B-Finale.

Gemeinsam mit Ruderinnen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen startete Mira im Juniorinnen-Achter. Das vorletzte Rennen der Regatta wurde zur Mittagshitze um 14 Uhr ausgetragen und die Sportlerinnen, die intensiv auf der Weser trainiert hatten, kamen auf Platz 5 ins Ziel.

Die Meisterschaftsfeier mit der Trainingsmannschaft findet am Mittwoch, 1.7., um 20 Uhr am Bootshaus statt. Bitte findet euch zahlreich und pünktlich auf der Terasse ein.

Bildquellen:

  • 20260627_DJM (2): Petra Schiefer