3 Debüts, 4 Siege und Top 10 – 5. RBL-Renntag und Finale in Hamburg

Die Hamelner Ruder-Bundesliga-Mannschaft präsentiert sich beim Saisonfinale auf der regnerischen Hamburger Binnenalster mit drei Debütanten und 4 von 5 gewonnenen Rennen erstklassig. Das Team von Christian Wellhausen sichert sich zum Saisonende mit Rang 9 die angepeilte Top10-Platzierung und erreicht das Saisonziel.

Dabei durften gleich drei Debütanten im Sparkasse-Hameln-Weserbergland-Achter zum Saisonabschluss erste Bundesliga-Luft schnuppern. Aufgrund der in Hamburg aus privaten oder gesundheitlichen verfügbaren Ruderer hatte Wellhausen nach dem furiosen 4. Platz in Krefeld personell umzuplanen und so waren Vadym Ponomarov, Fabio Geißler und Jonas Schleumer erstmals für Hameln an den Riemen gefordert, um die Crew um Steuerfrau Julia Klemm, Thore Wessel, Nick Armgardt, Nils Hawranke, Till Garbe, Florian Wissel, Fabian Schönhütte und Emre Tas zu komplettieren – mit Erfolg.
Bereits im Zeitlauf bestätigte das Hamelner Team die eigenen physische Verfassung mit der siebtschnellsten Zeit im Feld. Auch das saubere Achtelfinale gegen Mainz konnte ruhig und kontrolliert entschieden werden. Erst im Viertelfinale gegen Mülheim spülte das Hamburger Regenwetter samt des komplexen Ausscheidungssystems inklusive Zeitvergleich der schnellsten Verlierer das Team in die Endläufe um die Plätze 9 bis 12. Ein Sieg hätte erneut die Top 4 bedeutet. Hameln ist also dran, besonders auf den kurzen Strecken. Das zeigten sie erneut im souverän gewonnenen Halbfinale gegen Bremen als auch im Finale gegen die starken Mainzer.

Trainer Christian Wellhausen zum Regatta-Geschehen: „Dass wir auch in der Breite die Möglichkeiten haben, vorne dabei zu sein, und Verein wie Region so zu vertreten, freut mich besonders. Wir konnten diese Saison tolle Rennen und klasse sportliche Leistungen zeigen. Da keimt schon Vorfreude für das kommenden Jahr auf. Der nächste Schritt sind aber erstmal die Deutschen Sprintmeisterschaften am 8./9. Oktober in Schweinfurt. Da wollen wir wieder angreifen, auch in anderen Bootsgattungen.“ Aber auch im Team stimmt es: „Wir werden uns sicherlich wieder zusammensetzen und nach vorn blicken und, wenn möglich, nächstes Jahr nochmal einen drauf setzen. Dass unser Kader in der Breite konstant bleibt, gibt uns sicher auch für das kommende Jahr die Möglichkeit, wieder für Hameln in der 1. Bundesliga anzutreten“, ergänzt Ko-Kapitän Emre Tas.

Was die Hamelner noch aus dem Hut zaubern oder welche Konkurrenten sich bei den nächsten Rennen ärgern müssen, bleibt aktuell noch Vermutung. Die gewohnte Kontinuität, absolute Heimatverbundenheit und unerschütterlicher Teamgeist bleiben aber die Konstanten, die der Hamelner Crew in der Saison 2022 den Sprung in die Top 10 der stärksten Sprintliga der Welt verhalfen.


Für den Ruderverein „Weser“ von 1885 e.V. Hameln waren in dieser Ruder-Bundesliga-Saison dabei: Trainer Christian Wellhausen, die Ko-Kapitäne Maximilian Gümpel und Emre Tas, die Steuerfrauen Mareike Adomat, Merle Wessel und Julia Klemm, an den Riemen Thore Wessel, Nick Armgardt, Nils Hawranke, Till Garbe, Florian Wissel, Niklas Hölscher, Fabian Schönhütte, Nils Hawranke, Eric Edler, Vadym Ponomarov, Fabio Geißler, Jonas Schleumer, Christopher Winnefeld, Jonas Kell, Lars Wessel und Roelof Bakker. Die Aufgaben des Pressesprechers übernahm Florian Höltje.

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  • : Alexander Pischke/Ruder-Bundesliga

Hameln fährt furios in die Top 4 – 4. RBL-Renntag in Krefeld

Die Ruder-Bundesliga gastierte am vergangenen Samstag auf der 250 Meter langen Sprintstrecke auf dem Elfrather See. Die Hamelner Bundesliga-Ruderer ließen die Konkurrenz mit einer starken Tagesleistung aufhorchen und untermauerten mit dem 4. Platz, „der goldenen Ananas“, ihren Anspruch auf das angepeilte Top 10 Saisonziel. Auch die Pressestimmen unterstrichen die souveräne Leistung der Hamelner Crew, die bei der späteren Siegerehrung gefeiert wurde, wie der Tagessieger.

Dass die kurze Sprintstrecke keinen Fehler – weder taktisch, noch technisch – verzeiht und absolute Konzentration und Power abverlangt, war den Jungs um Steuerfrau Merle Wessel von ihrem Trainer Christian Wellhausen vorab deutlich gemacht worden. Ebenso war spätestens nach einem souveränen Zeitlauf klar, dass hier heute eine nochmal größere Chance besteht, der Konkurrenz ordentlich ‚einen auszuwischen‘. „Wir müssen mal gucken, was die Zeit wert ist, aber am besten, ihr rudert einfach: vorne direkt rein, dann durchziehen und hinten dann schön hebeln. Dann passt das“, gab Wellhausen dem Team fürs Achtelfinale gegen Krefeld mit auf den Weg.

Gesagt getan: der von Moderator Jan Czichy als „Ferrari von der Weser“ titulierte rote Sparkasse-Hameln-Weserbergland-Achter, für den sich, in Krefeld gesteuert von Merle Wessel, Emre Tas, Till Garbe, Florian Wissel, Eric Edler, Thore Wessel, Fabian Schönhütte, Roelof Bakker, Nick Armgardt, Lars Wessel und Jonas Kell in die Riemen legten, demontierte die Lokalmatadoren aus Krefeld förmlich und glitt mit über 2 Sekunden Vorsprung auf der nur knapp über 40 Sekunden langen Sprintstrecke über die Ziellinie.

„Da geht heute was“, machte Florian Wissel, der Zwei-Meter-Hüne aus. Im Viertelfinale hielten die Hamelner dem Druck, erneut liefern zu müssen, Stand. Diesmal gegen Osnabrück und, auf die Zeit geblickt, um Haaresbreite. Nach einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen entschied die Hamelner Bundesliga-Crew den 250-Meter-Fight im Fotofinish mit 0,01 Sekunden oder etwa 5 Zentimetern Vorsprung für sich.

Damit war klar: Das ist das beste Ergebnis der bisherigen Hamelner Ruder-Bundesliga-Historie.

Nach dem darauf unterlegenen Halbfinale gegen die starken Mühlheimer, lieferten die Hamelner Bundesliga-Ruderer gegen Hannover erneut ein packendes Rennen, gewannen dann aber schließlich mit der „goldenen Ananas“ freudestrahlend das ganz besondere Edelmetall.

„Das ist so geil! Wir haben da als Team mittlerweile einen echt langen Weg in der Bundesliga hinter uns. Und, dass wir da oben nochmal reinfahren. Einfach nur geil“, schwelg Lars Wessel in Euphorie. Und Eric Edler ergänzt freudetaumelnd: „Jaaaa, einfach geil!!“

Am 16.09. geht’s dann zum Saisonfinale auf die 270-Meter-Strecke der Binnenalster nach Hamburg. Für alle Fans und Sportbegeisterten der Region ist es die Reise zum Saisonfinale definitiv wert.

Sprint vorm Zielsprint – 4. RBL-Renntag in Krefeld

Der Saisonhöhepunkt auf der Hamburger Binnenalster Mitte September rückt näher. Im Gegensatz zu den Vorjahren ist am morgigen 4. Renntag der Ruder-Bundesliga-Saison 2022 die Sprintstrecke auf dem Elfrather See Test und Bewährungsprobe für die stärksten Sprintachter der Welt.

Nachdem die Strecke in Minden den Hamelner Bundesliga-Ruderern über ihre langen 370 Meter jedes letzte Körnchen Ausdauer und Kraft abverlangte, steht in Krefeld das komplette Gegenteil bevor.

„250 Meter vs. 370 Meter… das ist wie Tag und Nacht!“, beäugt Ko-Kapitän Emre Tas die bevorstehende Aufgabe in Krefeld. „Hier muss jeder Schlag zu 100% sitzen. Wo wir in Minden Zeiten bei knapp einer Minute gefahren sind, werden die Rennen in Krefeld kurz und absolut knackig“, ergänzt Trainer Christian Wellhausen.

Für die Hamelner im Sparkasse-Hameln-Weserbergland-Achter bedeutet dies: volle Konzentration, hoffentlich perfekte Starts und maximale Power. Damit sich dies in einer erneuten Top-10-Platzierung niederschlägt, legen sich Emre Tas, Till Garbe, Florian Wissel, Eric Edler, Thore Wessel, Fabian Schönhütte, Roelof Bakker, Nick Armgardt, Lars Wessel, Jonas-Maximilian Schleumer und Jonas Kell für den RV Weser kräftig in die Riemen. An den Steuerseilen treibt Merle Wessel die Hamelner Crew über die Sprintstrecke.

Mit „Heimatverbundenheit“ und „Kontinuität“ immer auf Kurs – Großes AwesA-Interview

Er ist einer der Aushängeschilder des Hameln-Pyrmonter Sports: der Sparkasse-Hameln-Weserbergland-Achter des Rudervereins „Weser“. Seit nun mehr zehn  Jahren laufen die Hamelner in schöner Regelmäßigkeit in der Ruder-Bundesliga auf – und haben sich mittlerweile fest im ranghöchsten Leistungssport etabliert. Auch in der aktuellen Saison läuft es bisher gut: zwei Wettkampftage vor Ende befindet man sich innerhalb der angestrebten Top-Zehn-Platzierungen. Einer begleitet den Erfolg bereits seit vielen Jahren: Christian Wellhausen. Der Hamelner Coach hält auch in diesem Jahr wieder die Zügel in der Hand. Gemeinsam mit ihm, Co.-Kapitän Emre Tas und Pressesprecher Florian Höltje haben wir uns über die positive Entwicklung, die starke Konkurrenz und den Zusammenhalt im Team unterhalten.

Zum vollen Interview geht es hier entlang: Mit „Heimatverbundenheit“ und „Kontinuität“ immer auf Kurs (awesa.de)

Ab in die Top 8 – Erfolgreicher 3. RBL-Renntag in Minden

Der 3. Ruder-Bundesliga-Renntag auf der „Melitta Wasserstraßenkreuz-Arena“ in Minden endet für den Sparkasse-Hameln-Weserbergland-8er mit einem überaus zufriedenstellenden 8. Platz. Die Hamelner Rudercrew von Trainer Christian Wellhausen bringt die eigene Physis gewinnbringend aufs Wasser und belohnt starke Rennen so mit einer einstelligen Platzierung im vorderen Mittelfeld.

„Da hat alles gepasst, mehr geht nicht“, resümieren Fabian Schönhütte, Co-Kapitän Emre Tas und Roelof Bakker bereits nach dem gewonnenen Achtelfinale gegen den Hanauer Sportstadtachter. Diese Leistung mussten und wussten sie zu bestätigen, denn sowohl im Zeitlauf zuvor als auch den Finalläufen im Anschluss warteten dicke Brocken auf die Jungs von der Weser. Schon im Zeitrennen mussten sich die Hamelner gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Münster beweisen, im Viertelfinale dann erneut. Über die Zeit qualifizierte sich das Team rund um Steuerfrau Mareike Adomat für ein Rennen gegen den Tabellensechsten aus Berlin, ehe im Finale um Platz 7 und 8 die Lokalmatadoren aus Minden warteten.

Christian Wellhausen: „Das haben die Jungs gut gemacht. Sind immer drangeblieben und haben stets das rausgeholt, was möglich war. Damit können wir absolut zufrieden sein.“ Das dran bleiben wichtig ist, zeigt der Blick auf das ausgeklügelte K.O.-System der Ruder-Bundesliga. Gerade die Zeiten in den geruderten Achtel- und Viertelfinals entscheiden, ob ein Team in die zweite Tabellenhälfte durchgereicht wird oder sich in der ersten Tabellenhälfte festsetzt.

Der Blick auf die Tabelle nach Minden zeigt, dass bei konstanter Leistung der anvisierte Top-10-Platz zum Saisonende weiterhin realistisch ist. Und es bleibt spannend: Gießen liegt aktuell mit einem Punkt auf Platz 9 vor den Hamelnern (28 Punkte) auf Platz 10, dicht gefolgt von Minden (27 Punkte).

Für Hameln waren neben Steuerfrau Mareike Adomat am Start: Emre Tas, Jonas Kell, Florian Wissel, Christopher Winnefeld, Eric Marten Edler, Thore Wessel, Fabian Schönhütte, Roelof Bakker, Nick Armgardt, Niklas Hölscher, Lars Wessel und Jonas-Maximilian Schleumer.

Weiter geht es am 3.09. auf dem Elfrather See in Krefeld zum 4. Lauf der Ruder-Bundesliga-Saison 2022, ehe das Finale auf der Binnenalster am 17.09. in Hamburg stattfindet.

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