2024 World Rowing Indoor Championships

Nicht nur im Rahmen des Trainings sondern auch Hochwasserbedingt steht das Ergometer-Rudern im Moment bei vielen im Fokus. Bereits am kommenden Wochenende steht der nächste Wettkampf mit RVW-Teilnahme an, und dieses Mal im ganz großen Rahmen.

In Prag werden die siebten offiziellen Weltmeisterschaften des Ruderweltverbandes veranstaltet. Sie werden am Freitag/ Samstag, den 23./24. Februar 2024 in der „O2 Universum Hall“, einer großen Multifunktionsarena mit einem Fassungsvermögen von 4.500 Zuschauern ausgetragen. Zu dieser Weltmeisterschaft werden rund 2.500 Athleten aus mehr als 50 Nationen erwartet.
Die Rennen der Europäer*innen werden auch im Rahmen der parallelen Ergometer-Europameisterschaften gewertet.

Unser Mann in Prag ist Florian Wissel, der als Mitglied des „Concept2 Team Germany“ über 500 Meter in der Altersklasse 23-39 an den Start geht. Das Team Germany besteht in diesem Jahr aus 77 Personen, davon über 60 Teilnehmende zwischen 18 und 81 Jahren alt. Geleitet wird das Team erneut von Boris und Niclas Orlowski.
Die Anreise erfolgt bereits am 21.2. Am Mittwoch und am Donnerstag besteht vor Ort zudem noch die Möglichkeit zu trainieren. Für Donnerstag ist mit dem Team Germany eine Stadtführung geplant und am Samstag findet nach dem letzten Rennen mit dem Team Germany eine Abschlussfeier im Rahmen einer Schiffsfahrt auf der Moldau statt. Die Rückreise erfolgt am Sonntag.

Florian berichtet von seiner Motivation:
„Ich habe schon immer davon geträumt, an einer WM teilzunehmen und jetzt bot sich die Möglichkeit, das auch zu realisieren. Hätte ich die Chance ausgelassen, hätte ich es definitiv bereut.

Zudem wusste ich im letzten Herbst, als ich mich für die Teilnahme entschieden habe, dass ich in guter Form bin und somit auch nicht komplett hinterherfahren würde. Zudem liegt Prag relativ nah und ist ein sehr reizvoller Veranstaltungsort.“

Er trifft in Prag auf Teilnehmer aus ganz Europa und aus Übersee. Das Feld ist in diesem Jahr mit insgesamt 68 Männern doppelt so groß wie in 2023, so dass schwer vorzusagen ist, ob die gewünschte Top10-Platzierung realistisch ist.
Der 25 Jährige hat die vergangenen Monate viel trainiert, er fühlt sich gut vorbereitet und gut in Form.

Am Freitag, 23.2., um 15:58 Uhr heißt es dann ‚Ready – Attention – Go‘.

Wir wünschen Florian viel Spaß und Erfolg!

Auf den Seiten von World Rowing findet Ihr die detaillierten Informationen inklusive Live Blog. Einen Livestream wird es am Freitag und Samstag auch über den YouTube-Kanal von World Rowing geben.

Bildquellen:

  • Slider_WRICH2024(1): RVW bzw. ein Mitglied

Bronze für den Achter

Am zweiten Tag der 27. Deutschen Sprintmeisterschaften in Heidelberg ruderte in einem packenden Rennen der Achter mit nur 0,36 Sekunden Rückstand auf den Bronzerang. Nach einer nicht wie gewünscht verlaufenen RBL-Saison und dem Gewinn der Meisterschaft durch den Vierer mit war die Freude in der Mannschaft Niklas Hölscher, Nick Armgardt, Florian Wissel, Eric Edler, Fabian Schönhütte, Thore Wessel, Lars Wessel, Maximilian Gümpel mit Steuerfrau Merle Wessel und ihrem Trainer Christian Wellhausen groß.

Die Medaille versöhnte auch ein wenig Thore und Eric, die im Doppelzweier nicht das A-Finale erreichten und nach Aufgabe der im Vorlauf starken Männer vom Baldeneysee in der Gesamtwertung auf Platz 5 landeten.

Kian Jou Alimohammadi, Charlotte Burgdorf, Salomo Garbe und Johanna Jagnow erfüllten ihr Ziel, das Erreichen des A-Finales, in dem sie ebenfalls den 5. Platz erreichten.

Am Mittwoch, 11.10., findet um 19:30 Uhr ein Empfang für die Meister, Medaillengewinner und Teilnehmenden der Deutschen Sprintmeisterschaften am Bootshaus statt.
Alle Vereinsmitglieder sind willkommen. Für Getränke und Gegrilltes ist gesorgt.

RBL-Saison 2023: Ein Jahr voller Herausforderungen und der Frage „Wo steckt das Quäntchen Glück?“

Die Ruder-Bundesliga-Saison 2023 zieht in Hamburg Bilanz. Eine Saison, die für das Hamelner RBL-Team sicherlich nicht leicht war. Das ganze Jahr über schien es, als würde das Quäntchen Glück, das manchmal den Unterschied ausmacht, sich oft versteckt halten. Trotz starker Leistungen, sowohl physisch als auch taktisch, erreichten die Hamelner konsequent die Mittelpositionen, und erreichten am Ende das Minimalziel: die Top 10.

Beim Saisonfinale auf der teils welligen Hamburger Binnenalster gingen unsere Ruderer erneut mit Entschlossenheit ins Rennen. Unter Anleitung von Trainer Christian Wellhausen, der im Vorfeld betonte, dass jede Sprintstrecke absolute Konzentration und Power abverlangt, zeigte das Team erneut seine Klasse – ohne jedoch erneut mit einer höheren Platzierung als in den vorherigen Regatten belohnt zu werden. Das für Außenstehende komplizierte K.O.-System des Wettbewerbs erwies sich am Ende als unser größter Gegner. Die Team-Kapitäne Emre Tas und Maximilian Gümpel kommentierten trocken: „Nach dem guten Zeitrennen war die Aussicht auf den Kontrahenten aus Mülheim ein harter Schlag für die Motivation. Gerade weil wir wussten, dass wir das Zeug dazu haben, weiter vorne zu landen.“ Thore Wessel fügte hinzu: „Wir haben gekämpft, wir haben uns angestrengt, aber manchmal spielt das Schicksal eben anders.“ Gegen den führenden und späteren Liga-Champion aus Mülheim fehlten gerade einmal 25-Hundertstel Sekunden zum Triumph und dem Sprung in die obere Tabellenhälfte. Das Maschinenmitglied aus dem Mittelschiff, Fabian Schönhütte, fügte hinzu: „Wenn du dir mit der zweitschnellsten Achterfinalszeit nur noch den 9. Platz erkämpfen darfst, kratzt das schon ein bisschen an den Nerven – aber so ist das im Sport.“ Alle weiteren Rennen sicherten die Hamelner Ruderer im roten Sparkasse-Weserbergland-Achter den 9. Platz und damit eine Platzierung in den Top 10 der Endtabelle der Saison.

Für die Hamelner Ruderer steht fest: Die RBL-Saison 2023 war ein Jahr des Lernens und der Entwicklung. Mit Blick auf das kommende Jahr ist die Entschlossenheit unübersehbar. Lars Wessel, ein weiteres Teammitglied, äußerte sich kritisch, aber hoffnungsvoll: „Das K.O.-System hat sicherlich seinen Reiz, aber wir hoffen, im nächsten Jahr wieder in einem größeren Achter-Feld unterwegs zu sein. Es wäre schön, wenn wieder mehr Vereine den Weg zurück in die Sprint-Liga finden würden, um den Rudersport zu promoten.“

Trotz der Herausforderungen bleibt der unerschütterliche Teamgeist das Herzstück des Hamelner Teams. Die gewohnte Kontinuität, absolute Heimatverbundenheit und der unermüdliche Einsatz jedes Mitglieds prägten auch diese Saison. Trainer Wellhausen blickt bereits voraus: „Ein wenig Frust ist da, aber jetzt sprießt bereits die Vorfreude für die bevorstehenden Sprintmeisterschaften vom 6.-8.10. in Heidelberg. Da wollen wir noch einmal zeigen, was in uns steckt, klassisch im Ausscheidungsmodus, allerdings ohne RBL-K.O.-System und dazu in verschiedenen Bootsklassen. Anschließend werden wir uns sicherlich wieder zusammensetzen, nach vorne blicken und, wenn möglich, nächstes Jahr erneut für Hameln in der Bundesliga antreten.“

Die Hamelner RBL-Crew: Das Team des Sparkasse-Hamelner-Weserbergland-Achter: Christian Wellhausen (Trainer), Thore Wessel, Nick Armgardt, Maximilian Gümpel, Roelof Bakker, Eric Edler, Ronald Bakker, Nils Hawranke, Till Garbe, Henrik Fleige, Fabio Geisler, Lars Wessel, Florian Wissel, Emre Tas, Fabian Schönhütte, Jonas Kell, Eike Brockmann, Niklas Hölscher, Christopher Winnefeld, Jonas Schleumer, Vadym Ponomarov und die Steuerfrauen Mareike Adomat, Merle Wessel und Julia Klemm.

Platzierungen der Saison (in der Übersicht): Am Ende gelang es, das Minimalziel zu erreichen: Rang 10 auf der Endtabelle der stärksten Achter der Bundesrepublik.

Bad Segeberg (17. Juni) = 11. Platz
Kassel (1. Juli) = 10. Platz
Mülheim/Ruhr (19. August) = 11. Platz
Münster (2. September) = 9. Platz
Hamburg (16. September) = 9. Platz

Bild: Florian Höltje

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