RVW hat Lizenz für die Ruderbundesliga erhalten

Im letzten Jahr erhielten 37 Achter die Lizenz zum Start in der neu gegründeten Ruderbundesliga. Der Ruderverein „Weser“ wollte sich noch nicht auf das Wagnis einlassen, zumal die Starts zu Terminüberschneidungen mit anderen wichtigen Regatten geführt hätten.

Bis jetzt haben insgesamt 45 Achter, darunter 12 Frauenteams die Lizenzierung für die Saison 2010 erhalten. Darunter auch der RVW. Aber die Meldefrist läuft noch und es können noch weitere Teams dazukommen. Wie stark die 1. und 2. Bundesliga besetzt sein wird steht noch nicht fest. Es wird aber einen harten Kampf am 15. Mai in Frankfurt um die wenigen freien Plätze in der 2. RBL geben. Die Aktiven des RVW rechnen derzeit damit, dass auch eine 3. RBL eingerichtet werden könnte.

Ruderverein „Weser“ steigt in die Ruderbundesliga ein

Bislang war der Ruderverein „Weser“ auf nationalen und internationalen Regatten erfolgreich. Jetzt plant der RVW den Einstieg in die im letzten Jahr gegründete Ruderbundesliga (RBL). Das erste Rennen der Saison 2010 findet am 15.Mai in Frankfurt statt und ist gleichzeitig die Qualifikation für die Restplätze der 2. Bundesliga. Ein Unterfangen, das nicht ganz leicht werden wird, da auch viele andere namhafte Vereine sich für die RBL neu angemeldet haben. Wenn alles klappt, dann stehen weitere RBL-Regatten in Castrop-Rauxel, Krefeld, Hannover, Hamburg und Mülheim auf dem Plan. Schon im letzten Jahr war die RBL mit ihren Achter-Rennen ein Publikumsmagnet, da bei den Kurzstreckenrennen sowohl die Start- als auch die Zielphase gut einsehbar sind und die spannenden Kämpfe für jede Menge Stimmung am Ufer sorgten.

Aus 21 Bewerbungen müssen sich 16 Teilnehmer für den Bundesligakader qualifizieren. Den Startschuss hierfür gaben Cheftrainer Jörg Sehrbrock und Team-Capitain Christoph Mader bereits in der zweiten Januarwoche. Nachdem der Rudersteg des RVW bei Schneesturm und Minusgraden vom Schnee freigeschaufelt und enteist war, gab eine Videoanalyse Erkenntnisse über die Rudertechnik. Dem war ein erster 500 m Test auf dem Ruderergometer vorangegangen. Als gesetzt dürfen sich die beiden Steuerfrauen Merle Wessel und Mareike Adomat betrachten.

Die Mannschaft wird aus Nachwuchsrudereren und – mit Jan-Martin Broer und Michael Ruhe – aus ehemaligen Olympiateilnehmern bestehen. „Wir verfolgen das Prinzip, die Leistungsträger länger am Regattasport zu binden damit sie möglichst lange ihre Erfahrungen an die jüngeren Leistungssportler weitergeben können“ führt Team-Capitain Christoph Mader aus, „ das führt zu einem Altersspektrum im Kader von 17 bis 30 Jahren.“

Derzeit wird vier bis achtmal wöchentlich am Bootshaus trainiert. Längeres Wassertraining, das derzeit meist nur am Wochenende stattfindet, wird aber erst wieder möglich sein, wenn die Tage länger werden, da viele aus der Mannschaft studieren oder berufstätig sind.

Die nächsten Aufgaben stehen am 06./07.März in Amsterdam an (4 Strecken von Sprint 250 m bis 5.000 m Langstrecke) und am 27.03. beim „Head of the river Thames“ in London an. Hier haben sich die Hamelner Ruderrecken im letzten Jahr in einem Feld von fast 500 Booten mit dem 49. Platz den Startplatz in der 1.Division erkämpft. Für eine reine Vereinsmannschaft eine mehr als beachtenswerte Leistung. Es werden beim diesjährigen „Head“ zwei Hamelner Achter auf die 7 km lange Strecke gehen. Auch beim Mastersrennen am 28.03. wird der RVW vertreten sein.

Der nächste Test für den 16-er Kader ist für den 10. und 11.April geplant. Die Lübecker Regatta am 01. und 02.Mai wird als Vorbereitung zur zwei Wochen später stattfindenden RBL-Qualifikation in Frankfurt genutzt. Bis dahin wird weiter trainiert.

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