Sommerwanderfahrt 2019 von Kassel – Hameln

Ferienzeit ist auch immer die Zeit für die große Sommerwanderfahrt des RVW. Groß hieß in den letzten 10 Jahren auch weit. Doch diesmal hatte sich Fahrtenleiter Martin Garbe ein Ziel in der Region ausgesucht – die Fulda und Weser. „Das können wir immer machen“ maulten einige Trainingsruderer und sagten ihre Teilnahme ab. Eigentlich schade, denn Martin hatte wieder einige Überraschungen im Gepäck. Die erste war die Anreise nach Kassel im Reisebus. So hatten wir nur zwei Begleitfahrzeuge, was sehr angenehm war. Das 26 köpfige Teilnehmerfeld war bunt gemischt und reichte von 11-77 Jahre.

Schon kurz nach dem Start vom Bootshaus des RV Kurhessen machten wir mit dem Begriff ‚Wanderfahrt‘ Bekanntschaft. Wir mussten die gesperrte Schleuse Kassel ‚umwandern‘ – natürlich mit Booten und Gepäck. Vor allem unsere B-Junioren freuten sich dann auf das beliebte Spiel des ‚Flaggenklauens‘ und nahmen dafür auch Badeeinheiten in der recht warmen Fulda in Kauf. Schon bei der Mittagspause (wie immer mit leckerem Imbiss) wurden die WaFa-Neulinge mit ‚Grünzeug‘ bestreut und stilecht der Fulda übergeben. Neptun war zufrieden.

Unser Tagesziel war das Bootshaus in Hann.- Münden. Die dort gelagerten Boote des chinesischen Ruderverbandes beflügelten unsere Phantasie. Gibt es jetzt einen chinesischen Geheimstützpunkt in Niedersachsen?

Lange hielten wir uns nicht mit dieser Frage auf, denn Martin und Frank Adam hatten noch zahlreiche ‚Schnippeltätigkeiten‘ für das Abendessen zu vergeben. Der Kartoffelsalat (mit 60 Eiern) war eine Wucht und alle waren satt und zufrieden.

Der zweite Tag brachte zunächst die letzte Schleuse und noch einige Aufregungen bei den Steuerleuten. Unter den kritischen Augen von Ruderwart Werner Steding machten einige Obleute doch noch ziemliche Stockfehler. Ob da wohl eine Nachschulung fällig wird?

Die Weser empfing uns weniger freundlich. Ein heftiger Gegenwind machte uns doch zu schaffen und verließ uns auch in den kommenden Tagen nicht. So erreichen wir (nach einer Imbisspause in Gieselwerder) doch ziemlich erschöpft uns Tagesziel in Würgassen. Während einige Teilnehmer zu einer Hochzeitsfeier nach Hameln eilten, machte es sich der Rest im Biergarten des Gasthauses ‚Zur Linde‘ gemütlich. Der Abend war mild und das Essen war gut. So gut, das sich eine sportliche Fraktion zu Fuß zum ‚Skywalk‘ in der Nähe aufmachte. Einige Vertreter der Dauer-Steuermannsfraktion fuhren natürlich mit dem Auto. Alle waren sich aber einig, dass der Blick über das Wesertal beeindruckend war.

Am nächsten Morgen rissen uns Sirenen aus dem Schlaf. Im gegenüberliegende Ort Herstelle brannte ein Haus. Beim Frühstück wurde bekannt, das dort ein Todesopfer zu beklagen war.

Die Etappe führte uns zunächst nach Höxter, wo uns Helmut Griep einen kurzen Überblick über die Stadtgeschichte gab. Die meisten Teilnehmer interessierten sich aber mehr für die Speisekarte des Cafes Pammel. Die letzten Kilometer bis Holzminden liefen (trotz Gegenwind) problemlos.

Abends luden Martin und Frank zum Abschlussessen. Sie setzten damit neue Maßstäbe. Martin hatte einen großen Gasgrill mitgebracht und verwöhnte uns mit zwei Braten. Addi sorgte für verschiedene Reisgerichte, Letscho-Gemüse und leckere Soße.

Der Dank aller Fahrtenteilnehmer war ihnen gewiss. Schön war auch, dass der neue Vorsitzende des Rudervereins Holzminden, Sven Loewenich, an dem Abend teilnahm. Wir freuen uns schon jetzt auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit unserer Vereine.

Die letzte Etappe nach Hameln war lang, aber unspektakulär (bis auf den Gegenwind). Die Mittagspause gab es in Bodenwerder, wo wir die Imbissreste vertilgten und uns Alex mit Getränken verwöhnte.

Eine kurzweilige Fahrt ging zu Ende. Fazit: Auch Ziele in der Nähe haben ihren Reiz. Mal sehen, was im nächsten Jahr geplant wird. Wir freuen uns schon.

Hans-Jörg Sehrbrock

Frühjahrsputz am Bootshaus

Bevor die Rudersaison in die heiße Phase geht, werden im jedem Jahr ‘Haus und Hof’ in Ordnung gebracht. So hatte unser Hauswart Bernd Kerkhoff am 30.3. zum Frühjahrsputz aufgerufen. Fast 60 Vereinsmitglieder, darunter fast die gesamte Junior-Trainingsmannschaft, fanden sich bei strahlendem Sonnenschein am Bootshaus ein.

Es war viel zu tun und so sah man überall fleißige Hände, die fegten, Hallen säuberten, Unkraut entfernten, die Stege und Rampen vom Schlamm befreiten und vor allem die beiden bereitgestellten Anhänger mit Gestrüpp und Sträuchern beluden. Bei einigen Kinderruderern war der Spaß rund um den Steg, am und im Wasser und mit zahlreichen viel zu großen Gerätschaften besonders groß.

Der neue Bootsanhänger der Firma Kuhn wurde begutachtet und gleich mit einem Boot bestückt. Auch eine neue Eberesche, zur Erinnerung an unseren langjährigen Trainer und Ehrenmitglied Eberhart Ballerstedt, wurde gepflanzt. Hoffentlich wird sie ebenso stattlich wie die berühmte ‘Moritzeiche’.

Nach dem obligatorischen Helferfoto gab es den ebenfalls obligatorischen Erbseneintopf von Dagmar Depping. Während die meisten Helfer den Heimweg antragen, gingen die Trainingsruderer noch zu einer Einheit auf’s Wasser. Denn, wie schon gesagt, die heiße Phase der Saison steht vor der Tür.

Donau – Sommer 2018

Donaufahrt 2018 – Grein bis Bratislava

Mit Ferienbeginn war es wieder soweit. Bereits zum zehnten Mal in Folge startete die große Sommerwanderfahrt des RVW. Helmut Griep und Martin Garbe hatten sich in diesem Jahr eine besondere Strecke vorgenommen; vom österreichischen Grein bis in slowakische Preßburg (Bratislava). Erstmals gab es sogar eine Warteliste, doch nach zahlreichen späten An – und Abmeldungen waren 27 Aktive zwischen 15 und 76 Jahren dabei. Weiterlesen

Der Ergotest

P1020048Kurz nach den Herbstferien wird die Laune bei vielen jungen TrainingsruderInnen in jedem Jahr deutlich schlechter. Der Ergometertest des Landesruderverbandes steht vor der Tür. Je nach Altersklasse ist eine Strecke von 2.000 oder 1.500 Metern zurückzulegen. In der letzten Trainingswoche werden Vorbelastungen gefahren und die Spannung steigt. Weiterlesen

Überraschung an der Elbe

Nein, dies ist kein Regattabericht aus Otterndorf. Der erfolgt an anderer Stelle. Dies ist die Geschichte einer kleinen Überraschung. Seit rund 25 Jahren arbeiten die Kindertrainer des RVW eigentlich nach dem gleichen Muster: Spaß an der Ruderei vermitteln, Teamgeist entwickeln –  und wenn dabei auch Erfolge herausspringen, ist es auch o.k. So war es auch in diesem Winter. Doch schon bei der Regatta in Bremen zeigte sich, dass die jungen Ruderer durchaus mithalten konnten. Immerhin fünf RWV-Kinderruderer starteten dann in Otterndorf bei Landesentscheid. Das erste Ziel: Gute Rennen zu fahren. Das zweite Ziel: Sich eventuell für den Bundeswettbewerb zu qualifizieren. Na ja vielleicht, denn dazu müsste man den 1. oder 2. Platz belegen. Aber das wäre eine echte Überraschung. Weiterlesen

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